Oracle Aktie: Technisches Chaos nach TikTok-Deal
Die Oracle-Aktie steht unter Druck, nachdem das Unternehmen mit massiven technischen Problemen bei seinem wichtigsten Showcase-Projekt zu kämpfen hat. Ein Stromausfall in einem Oracle-Rechenzentrum am vergangenen Wochenende löste eine Kettenreaktion aus, die TikTok-Nutzer in den USA bis heute zu spüren bekommen.
Der US-Betreiber von TikTok bestätigte am 27. Januar 2026, dass Nutzer weiterhin Schwierigkeiten beim Veröffentlichen von Beiträgen haben. Oracle-Sprecher Michael Egbert führte die Ausfälle auf einen wetterbedingten Stromausfall zurück, der durch einen Wintersturm verursacht wurde. Doch die technischen Folgen sind bis heute nicht vollständig behoben – ein heikler Zeitpunkt für Oracle.
Brisante Zensur-Vorwürfe treffen Oracle
Die Probleme haben eine politische Dimension entwickelt. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom kündigte am 27. Januar eine Untersuchung an, ob TikToks Content-Moderation gegen Gesetze des Bundesstaates verstößt. Der Vorwurf: Inhalte, die kritisch gegenüber Präsident Donald Trump sind, würden unterdrückt. Nutzer berichteten, keine Videos von Protesten in Minnesota hochladen zu können. Auch Direktnachrichten mit dem Namen "Epstein" seien blockiert worden – ein Name, der aktuell wegen der schleppenden Veröffentlichung von Ermittlungsunterlagen gegen den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein politisch brisant ist.
TikTok und Oracle weisen die Zensur-Vorwürfe zurück und verweisen auf die technischen Störungen. Doch der Schaden für Oracles Reputation ist da. Ausgerechnet beim prestigeträchtigsten Cloud-Projekt – der Übernahme des US-Geschäfts von TikTok – versagt die Infrastruktur.
Trump-Nähe wird zum Bumerang
Die Verstrickungen sind heikel: Oracle-Chairman Larry Ellison ist ein bekannter Trump-Unterstützer. Die neue US-Firma TikTok USDS Joint Venture LLC, bei der Oracle mit 15% beteiligt ist, wurde vergangene Woche finalisiert und von Trump persönlich gelobt. Mit über 16 Millionen Followern auf TikTok hatte Trump die App als entscheidend für seinen Wahlsieg 2024 bezeichnet.
Jetzt könnte ausgerechnet diese politische Nähe Oracle schaden. Die Kombination aus technischem Versagen und Zensur-Vorwürfen in einem politisch aufgeladenen Umfeld ist Gift für das Image eines Cloud-Anbieters, der auf Zuverlässigkeit und Neutralität angewiesen ist.
Kenia-Deal als Ablenkungsmanöver?
Parallel verkündete Oracle am 27. Januar eine Partnerschaft mit iXAfrica Data Centre in Nairobi. Die erste öffentliche Oracle Cloud Infrastructure (OCI) Region in Kenia soll entstehen. Die Ankündigung wirkt wie ein Versuch, vom TikTok-Desaster abzulenken und Wachstumsperspektiven aufzuzeigen.
Doch für Investoren dürfte klar sein: Der Ausfall bei TikTok wiegt schwerer als ein Afrika-Deal. Mit über 200 Millionen amerikanischen Nutzern ist TikTok das Schaufenster für Oracles Cloud-Ambitionen. Ein Versagen hier könnte andere potenzielle Großkunden abschrecken.
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