Oracle Aktie: Rekordwachstum kostet Milliarden
Oracle liefert derzeit die stärksten Wachstumsraten seit über 15 Jahren und baut sein Software-Ökosystem durch eine neue FinTech-Partnerschaft weiter aus. Gleichzeitig notiert das Papier weit unter seinen Höchstständen aus dem vergangenen Herbst. Der Grund für diese Diskrepanz liegt in den enormen Vorabinvestitionen, die der Konzern für den Ausbau seiner KI-Infrastruktur stemmen muss.
Strategischer Ausbau trifft auf Rekordzahlen
Am Dienstag gab der Softwarekonzern eine strategische Allianz mit dem Finanzdienstleister Alviere bekannt. Durch die Integration regulierter Zahlungsfunktionen in bestehende Unternehmensanwendungen erweitert Oracle sein Cloud-Angebot um direkte Finanztransaktionen. Der Konzern beteiligt sich zudem an einer neuen Finanzierungsrunde von Alviere. Dieser Schritt flankiert den fundamentalen Wandel des Unternehmens: Erstmals machen Cloud-Dienste mit 8,9 Milliarden US-Dollar mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes aus.
Die operative Entwicklung untermauert diese Neuausrichtung. Im abgelaufenen dritten Quartal verzeichnete das Unternehmen das stärkste organische Wachstum seit über einem Jahrzehnt. Besonders die Cloud-Infrastruktur legte mit einem Plus von 84 Prozent rasant zu. Ein starkes Signal für die zukünftige Auslastung liefert der Auftragsbestand. Dieser sprang um 325 Prozent auf 553 Milliarden US-Dollar, maßgeblich getrieben durch großvolumige KI-Verträge.
Kapitalbedarf drückt den Aktienkurs
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Trotz dieser operativen Stärke steht der Aktienkurs unter Druck. Mit einem aktuellen Kurs von rund 133 Euro hat das Papier seit seinem 52-Wochen-Hoch im vergangenen September knapp 53 Prozent an Wert eingebüßt. Verantwortlich dafür ist der massive Kapitalbedarf für den Aufbau von Rechenzentren und den Kauf von KI-Chips. Diese Vorabinvestitionen drückten den freien Cashflow auf rollierender Zwölfmonatsbasis auf minus 24,7 Milliarden US-Dollar.
Um die ambitionierten Infrastrukturpläne zu finanzieren, sammelte Oracle in den vergangenen Tagen 30 Milliarden US-Dollar über Anleihen und Vorzugsaktien ein. Dies ist Teil eines größeren Finanzierungsplans, der bis zu 50 Milliarden US-Dollar umfasst. Analysten werten die strategische Positionierung trotz des hohen Kapitalbedarfs positiv und reagierten auf die jüngsten Quartalszahlen mit konkreten Anpassungen:
- JPMorgan: Hochstufung auf "Overweight" mit einem Kursziel von 210 US-Dollar.
- Barclays: Anhebung des Kursziels auf 240 US-Dollar.
- Management-Prognose: Erhöhung der Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2027 auf 90 Milliarden US-Dollar.
Das Management betonte im Zuge der Zahlenvorlage, dass für die Abarbeitung des massiven KI-Auftragsbestands keine weiteren inkrementellen Mittelbeschaffungen notwendig seien. Mit der gesicherten Stromversorgung von 10 Gigawatt für die kommenden drei Jahre und dem parallelen Ausbau von Software-Dienstleistungen treibt Oracle seine zweigleisige Wachstumsstrategie nun vollfinanziert voran.
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