Das 500 Milliarden Dollar schwere "Stargate"-Projekt sollte die KI-Infrastruktur revolutionieren und Oracle als zentralen Spieler etablieren. Doch Berichte über massive Unstimmigkeiten zwischen den Partnern Oracle, OpenAI und SoftBank lassen das Joint Venture wackeln. Statt einer geschlossenen Allianz dominieren nun Einzelabsprachen, was Anleger an der zügigen Umsetzung der ambitionierten Pläne zweifeln lässt.

Streit um "Stargate"

Auslöser für den jüngsten Druck auf den Aktienkurs sind strukturelle Probleme bei dem im Januar 2025 angekündigten Großprojekt. Laut einem Bericht von The Information verfügt das Joint Venture derzeit weder über nennenswertes eigenes Personal noch verwaltet es aktive Rechenzentren. Offenbar kam es bereits kurz nach der ursprünglichen Ankündigung zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten zwischen den drei Partnern bezüglich der Projektverantwortlichkeiten und der Finanzierungsstruktur.

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Strategiewechsel zu Einzelverträgen

Da Kreditgeber zögerten, die massiven Projekte auf Basis unbewiesener Geschäftsmodelle zu finanzieren, hat OpenAI die Pläne für das zentrale Joint Venture faktisch auf Eis gelegt. Stattdessen weicht der KI-Konzern auf bilaterale Vereinbarungen aus.

Oracle und OpenAI einigten sich im Juli darauf, unabhängig voneinander 4,5 Gigawatt an Rechenzentrumskapazität an verschiedenen Standorten in den USA zu entwickeln. Bei dieser neuen Struktur teilen sich die Unternehmen das wirtschaftliche Risiko, was bedeutet, dass Budgetüberschreitungen oder Bauverzögerungen direkt von den Partnern getragen werden müssen. SoftBank verfolgt unterdessen ein separates Projekt in Texas.

Marktstimmung kippt

Der Markt bewertet die enormen Investitionsausgaben für künstliche Intelligenz zunehmend kritisch. Die Oracle-Aktie hat seit Jahresbeginn fast 28 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei rund 119 Euro, weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei über 280 Euro. Zwar verfügt der Konzern noch über vertraglich zugesicherte Einnahmen (Remaining Performance Obligations) in Rekordhöhe von 523 Milliarden Dollar, doch die Probleme bei der Umsetzung der Infrastrukturprojekte wiegen schwer.

Das Scheitern der zentralen Projektstruktur verdeutlicht die enormen Herausforderungen beim Aufbau der KI-Infrastruktur. Für Oracle verlagert sich der Fokus nun darauf, die vertraglichen Verpflichtungen über die neuen Einzelvereinbarungen profitabel umzusetzen, während die hohe Verschuldung und jüngste Insider-Verkäufe den finanziellen Spielraum und das Vertrauen der Anleger belasten.

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