Oracle Aktie: Klagen häufen sich
Oracle steckt in einer paradoxen Situation: Während der Softwarekonzern milliardenschwere Cloud-Projekte verkündet, türmen sich Klagen wegen irreführender Aussagen. Die Aktie hat seit September über die Hälfte ihres Wertes verloren – und steht nun unter doppeltem Druck.
Rekord-Expansion trifft auf Vertrauenskrise
Der Konzern will seine Cloud-Infrastruktur-Erlöse von 18 Milliarden US-Dollar im laufenden Geschäftsjahr auf 144 Milliarden US-Dollar bis 2030 steigern. Das entspricht den gesamten Jahreserlösen von Amazon Web Services 2025. Rund 300 Milliarden US-Dollar der insgesamt 523 Milliarden US-Dollar an vertraglich zugesicherten künftigen Umsätzen stammen aus der Partnerschaft mit OpenAI.
Zeitgleich formieren sich mehrere Sammelklagen. Anlegern bleibt bis zum 6. April 2026, sich als Klägervertreter zu bewerben. Der Vorwurf: Oracle habe zwischen Juni und Dezember 2025 falsche Angaben zur KI-Infrastrukturstrategie gemacht – konkret zu Kapitalausgaben und fehlendem kurzfristigem Umsatzwachstum. Bereits am 17. Dezember 2025 brach die Aktie um 5,4 Prozent ein, nachdem bekannt wurde, dass Blue Owl Capital aus der Finanzierung eines 10-Milliarden-Dollar-Rechenzentrums ausgestiegen war.
Sektor profitiert von KI-Ausgabenwelle
Trotz der juristischen Belastungen profitiert Oracle vom branchenweiten Investitionsboom. Goldman Sachs beziffert die KI-Infrastrukturausgaben großer Techkonzerne – darunter Amazon, Microsoft, Meta und Oracle – auf insgesamt 1,5 Billionen US-Dollar zwischen 2023 und 2026. Zum Vergleich: Bis 2022 wurden in der gesamten Historie nur 600 Milliarden US-Dollar für solche Infrastruktur ausgegeben. Kapitalintensive Tech-Aktien haben seit Anfang 2025 kapitalleichte Werte um rund 35 Prozent übertroffen.
Die Aktie notiert aktuell zwischen 141 und 146 US-Dollar bei einer Marktkapitalisierung von 406 bis 426 Milliarden US-Dollar. Das KGV liegt bei 27,8, die Dividendenrendite bei 1,35 Prozent.
Quartalszahlen als Richtungsentscheid
Am 9. März 2026 legt Oracle die nächsten Quartalsergebnisse vor. Dann wird sich zeigen müssen, ob die ambitionierten Cloud-Prognosen erste Früchte tragen – oder ob die Skepsis der Kläger berechtigt ist. Bis dahin bleibt die Aktie im Spannungsfeld zwischen Wachstumsversprechen und Vertrauenskrise gefangen.
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