Oracle Aktie: Dunkle Wolken!
Oracle muss sich gerade mit gleich mehreren Baustellen gleichzeitig beschäftigen: Unklarheit rund um das KI-Großprojekt „Stargate“, teure Investitionspläne und zusätzlicher juristischer Gegenwind. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass Anleger bei jedem neuen Detail nervös reagieren. Entscheidend wird nun, ob das Unternehmen schon bald wieder mehr Klarheit liefern kann.
Stargate sorgt erneut für Unruhe
Auslöser der jüngsten Diskussionen ist ein Bericht, wonach das Joint Venture „Stargate“ (unter anderem mit OpenAI und SoftBank) wegen anhaltender Streitigkeiten über die Struktur des Projekts ins Stocken geraten sein soll. Für Oracle ist das heikel, weil das Thema eng mit den KI-Ambitionen und damit auch mit künftigen Erlösströmen verknüpft ist.
Zusätzlichen Druck bringt die Finanzierungsperspektive bei OpenAI: Berichte, wonach Nvidia bei einer Finanzierungsrunde nur 30 Milliarden Dollar statt der zuvor von Marktbeobachtern erwarteten 100 Milliarden Dollar zusagen könnte, haben die Nervosität verstärkt. Hintergrund: Oracle und OpenAI hatten im Herbst 2025 einen 300-Milliarden-Dollar-Deal geschlossen – und jede Unsicherheit darüber, wie OpenAI Verpflichtungen finanzieren kann, trifft Oracles Planung direkt.
Teure KI-Offensive – und die Frage der Finanzierung
Der Kursrutsch seit Ende 2025 spiegelt laut der Vorlage vor allem eine Neubewertung von Oracles aggressiver Strategie beim Aufbau von KI- und Cloud-Infrastruktur wider. Im Fokus stehen die enormen Investitionen: In den Zahlen zum Fiskal-Q2 2026 (veröffentlicht am 10. Dezember 2025) meldete Oracle Kapitalausgaben von 12 Milliarden Dollar in nur einem Quartal. Der freie Cashflow rutschte dadurch auf minus 10 Milliarden Dollar.
Dazu kommt: Das Management erhöhte die Prognose für die Investitionen im Fiskaljahr 2026 deutlich – die CapEx sollen rund 15 Milliarden Dollar höher ausfallen als nach Q1 erwartet.
Um diese Pläne zu stemmen, kündigte Oracle am 1. Februar 2026 an, im Kalenderjahr 2026 brutto 45 bis 50 Milliarden Dollar über eine Mischung aus Fremd- und Eigenkapital aufnehmen zu wollen. Das Geld soll in zusätzliche Cloud-Kapazitäten fließen – unter anderem für Kunden wie AMD, Meta, Nvidia, OpenAI, TikTok und xAI.
Passend dazu zeigt auch der Kursverlauf den angespannten Rahmen: Mit 124,32 € liegt die Aktie seit Jahresbeginn bereits 25,56% im Minus.
Sammelklagen als zusätzlicher Klotz am Bein
Neben operativen und finanziellen Fragen kommt ein rechtlicher Unsicherheitsfaktor hinzu. Mehrere Kanzleien treiben Sammelklagen wegen mutmaßlicher irreführender Aussagen voran. In einer Klage (Barrows v. Oracle Corporation, District of Delaware) geht es um Käufe zwischen dem 12. Juni 2025 und dem 16. Dezember 2025.
Der Vorwurf: Oracle habe die KI-Infrastruktur-Strategie so dargestellt, dass die massiven CapEx-Anstiege nicht im Verhältnis zu kurzfristigem Umsatzwachstum stünden. Als Frist für Leitkläger („lead plaintiff“) wird der 6. April 2026 genannt.
Blick nach vorn: Quartalszahlen am 9. März
Der nächste harte Datenpunkt folgt am 9. März 2026 mit dem Bericht zum Fiskal-Q3 2026. Laut Konsensschätzungen werden dabei 1,70 Dollar Gewinn je Aktie erwartet (plus 15,65% gegenüber Vorjahr) sowie 16,89 Milliarden Dollar Umsatz (plus 19,54%). Im Mittelpunkt dürften Updates zu den verbleibenden „Performance Obligations“ (zuletzt 523 Milliarden Dollar im Q2), der Status von „Stargate“ und vor allem der weitere Investitionspfad stehen.
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