Die IDFC First Bank sieht sich mit den Folgen eines massiven Betrugsfalls in ihrer Filiale in Chandigarh konfrontiert. Ein finanzieller Schaden von 590 Crore INR belastet nicht nur die Bilanz, sondern hat auch zu strafrechtlichen Ermittlungen und einem deutlichen Vertrauensverlust am Markt geführt. Während die Bank versucht, durch Sofortzahlungen an die betroffene Regierung den Schaden zu begrenzen, stellt die Höhe des Betrugs das jüngste Quartalsergebnis weit in den Schatten.

Der Betrugsfall in Chandigarh

Die Unregelmäßigkeiten kamen ans Licht, nachdem Manipulationen bei regierungsnahen Konten entdeckt wurden. Durch gefälschte Schecks und unbefugte Dokumentenverarbeitung wurden insgesamt 590 Crore INR veruntreut. Wie konnte ein solcher Betrag unbemerkt an den internen Kontrollsystemen vorbeigeschleust werden? Erste Ermittlungen deuten auf eine Kollusion zwischen Bankmitarbeitern und externen Akteuren hin; vier Verdächtige befinden sich bereits in Haft. Um den Vorfall lückenlos aufzuklären, hat das Management die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG mit einer forensischen Untersuchung beauftragt, deren Ergebnisse in etwa vier bis fünf Wochen erwartet werden.

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Massive Auswirkungen auf das Ergebnis

Die Dimension des Schadens ist für die Bank erheblich: Die Betrugssumme übersteigt den gesamten Nettogewinn des dritten Quartals von 503 Crore INR. In einer schnellen Reaktion überwies das Institut am heutigen Mittwoch 583 Crore INR an die Regierung des Bundesstaates Haryana, um die ausstehenden Forderungen inklusive Zinsen zu begleichen. Dennoch reagierte der Markt empfindlich auf die Nachricht. Zwar konnte sich das Papier nach einem zeitweisen Einbruch von bis zu 20 Prozent etwas stabilisieren, notiert mit 70,16 INR heute aber weiterhin 1,14 Prozent im Minus und befindet sich in unmittelbarer Nähe seines 52-Wochen-Tiefs.

Analysten korrigieren Prognosen

Renommierte Analysehäuser wie Emkay Global und Motilal Oswal haben ihre Gewinnprognosen für das laufende Geschäftsjahr bereits drastisch angepasst. Schätzungen zufolge könnte der Gewinn vor Steuern im vierten Quartal durch notwendige Rückstellungen für den Vorfall um bis zu 56 Prozent einbrechen. Emkay Global senkte die Gewinnerwartung für das Geschäftsjahr 2026 um 30 Prozent und reduzierte das Kursziel auf 80 INR. Zusätzlich erschwert der offizielle Ausschluss durch die Regierung von Haryana das Neugeschäft mit staatlichen Einlagen, auch wenn diese bisher nur rund 0,5 Prozent der gesamten Einlagenbasis ausmachten.

Trotz der aktuellen Belastung bleibt die operative Kapitalbasis der Bank mit einer Kapitaladäquanzquote von 16,22 Prozent stabil. Für die kommenden Wochen wird der Fokus auf dem forensischen Bericht von KPMG liegen, der Aufschluss über die internen Sicherheitslücken geben muss. Marktbeobachter werten die schnelle Rückzahlung zwar als Schritt zur Schadensbegrenzung, die Wiederherstellung des Vertrauens bei institutionellen Anlegern dürfte jedoch deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen.

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