Oracle Aktie: Neubewertung
Oracle bekommt von Analystenseite neuen Rückenwind – und zwar nach einer Phase, in der viele Anleger vor allem auf die hohen KI-Investitionen und das nachlassende Cloud-Tempo geschaut haben. Oppenheimer hat die Aktie hochgestuft und argumentiert: Die Bewertung sei nach der Korrektur wieder attraktiv, während die Ertragsstory intakt bleibe. Doch wie belastbar ist dieser Optimismus, wenn der Kapitalbedarf gleichzeitig weiter steigt?
Upgrade nach kräftiger Korrektur
Oppenheimer hebt das Papier von „Perform“ auf „Outperform“ an und setzt ein neues Kursziel von 185 US-Dollar. Auslöser für die Kehrtwende ist vor allem die deutliche Abkühlung der Bewertung nach dem starken Rücksetzer seit dem Hoch im September 2025.
Treiber des Ausverkaufs waren laut der Einschätzung vor allem zwei Punkte: schwächere Cloud-Wachstumskennzahlen und steigende Investitionen, um KI-Infrastruktur (insbesondere Rechenzentren) aufzubauen. Genau diese Kombination hat die Aktie in den vergangenen Monaten spürbar unter Druck gesetzt – auch im laufenden Jahr.
Warum Oppenheimer jetzt wieder positiver wird
Mit der Kurskorrektur kam es zu einem „Valuation Reset“: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis sei von über 40 auf etwa 19 gefallen. Für Oppenheimer ist das ein zentraler Punkt, weil damit die Erwartungen deutlich niedriger liegen als noch am Hoch.
Dazu nennt Analyst Brian Schwartz weitere Gründe für den optimistischeren Blick: erwartetes starkes Gewinnwachstum je Aktie, geringere Gegenparteien- und Finanzierungsrisiken sowie eine relative „Robustheit“ gegenüber KI-Disruption. Außerdem verweist die Studie darauf, dass die Aktie bei institutionellen Investoren aktuell eher untergewichtet sei – was im Fall besserer Nachrichten zusätzlichen Spielraum für Zuflüsse schaffen kann.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?
Hoher Kapitalbedarf trifft auf riesigen Auftragsbestand
Operativ bleibt die Lage ein Spagat: Oracle investiert massiv, um Kapazitäten für KI auszubauen – mit spürbaren Folgen für den Cashflow. Im zweiten Quartal 2026 lag der Free Cashflow bei minus 10 Milliarden US-Dollar, ausdrücklich als Folge der aggressiven Rechenzentrums-Ausgaben.
Um diese Expansion zu finanzieren, plant das Management für 2026 eine Kapitalaufnahme in der Größenordnung von 45 bis 50 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig steht dem ein sehr großer, langfristig sichtbarer Umsatzpuffer gegenüber: Die Remaining Performance Obligations (RPO) – also vertraglich gesicherte, künftig zu realisierende Leistungen – werden mit 523 Milliarden US-Dollar angegeben. Das soll die kurzfristigen Kosten zumindest teilweise durch bessere Planbarkeit auf der Einnahmenseite abfedern.
Abseits der Analysten-Hoffnung bleiben aber Risiken auf dem Tisch: Oppenheimer warnt vor weiterem Finanzierungsbedarf und anhaltendem Druck auf die Bilanz. Hinzu kommen mehrere Wertpapierbetrugs-Klagen, die zwischen Juni und Dezember 2025 eingereicht wurden. Und auch Insider haben zuletzt reduziert: In den vergangenen drei Monaten wurden 72.223 Aktien im Wert von rund 13,7 Millionen US-Dollar verkauft.
An der Börse zeigt sich die Oracle-Aktie heute dennoch klar schwächer und notiert bei 122,22 Euro (-4,02%). Als nächster Fixpunkt dürfte 2026 vor allem die Umsetzung der geplanten Kapitalaufnahme werden – denn sie entscheidet mit darüber, wie komfortabel Oracle die teuren KI-Ausbaupläne durchfinanzieren kann.
Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








