Die Talfahrt der Oracle-Papiere erhält eine neue Dimension. Während der Kurs weit unter seinem Allzeithoch notiert, formiert sich nun juristischer Widerstand. Eine in den USA eingereichte Sammelklage wirft dem Management vor, Anleger über die tatsächlichen Kosten und Risiken der aggressiven KI-Strategie im Unklaren gelassen zu haben.

Kostenexplosion ohne Ertrag?

Hintergrund der Klage, die von der Rosen Law Firm am 26. Februar eingereicht wurde, sind angebliche Diskrepanzen in der Unternehmenskommunikation zwischen Juni und Dezember 2025. Der zentrale Vorwurf lautet, dass Oracle irreführende Aussagen zur Implementierung seiner Infrastruktur für künstliche Intelligenz getätigt habe.

Laut der Klageschrift führten die strategischen Maßnahmen zu massiv steigenden Kapitalausgaben (Capex). Das Problem dabei: Diesen explodierenden Kosten stand angeblich kein entsprechendes Umsatzwachstum gegenüber. Die Kläger argumentieren, dass die Schere zwischen Ausgaben und Einnahmen deutlich weiter klaffte, als vom Unternehmen dargestellt.

Kritischer Blick auf die Finanzen

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Die juristische Beschwerde geht ins Detail und beschreibt konkrete finanzielle Belastungen, die den Aktionären verschwiegen worden sein sollen. Durch die hohen Investitionen seien Risiken für das Schuldenprofil des Konzerns entstanden. Auch mögliche negative Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit sowie ein erheblicher Druck auf den freien Cashflow (Free Cash Flow) werden als verheimlichte Gefahrenpunkte angeführt.

Diese Vorwürfe treffen das Unternehmen in einer ohnehin schwierigen Marktphase. Die Aktie hat seit ihrem 52-Wochen-Hoch im September mehr als 54 Prozent an Wert eingebüßt und notiert aktuell bei 127,34 Euro. Investoren im gesamten Technologiesektor prüfen derzeit kritisch, ob sich die immensen Ausgaben für KI-Infrastruktur tatsächlich in profitablen Geschäftsmodellen niederschlagen.

Frist für Anleger

Betroffen sind Investoren, die im Zeitraum vom 12. Juni 2025 bis zum 16. Dezember 2025 Aktien erworben haben. Aktionäre, die als Hauptkläger in dem Verfahren auftreten möchten, müssen ihren Antrag bis zum 6. April 2026 beim Gericht einreichen. Der Ausgang dieses Verfahrens dürfte für die weitere Stimmung rund um den Software-Giganten von Bedeutung sein.

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