UBS stellt ihr oberstes Aufsichtsgremium neu auf – und setzt dabei auf zwei prominente Namen. Mit Agustín Carstens und Luca Maestri holt sich die Großbank Erfahrung aus Zentralbank- und Tech-Finanzwelt an Bord. Doch was soll dieser Umbau nach der Credit-Suisse-Integration konkret absichern?

Zwei neue Köpfe mit globalem Profil

Am Freitag hat UBS die Nominierung von Agustín Carstens und Luca Maestri für den Verwaltungsrat bekannt gegeben. Die Wahl soll auf der ordentlichen Generalversammlung am 15. April 2026 stattfinden.

Carstens bringt einen stark regulatorisch geprägten Hintergrund mit: Er war bis Juni 2025 Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und zuvor Chef der mexikanischen Zentralbank. Maestri steht für Finanzführung in einem großen Technologiekonzern – er hatte unter anderem eine leitende Finanzrolle bei Apple.

Abgänge im Gremium – Ronner als Vize geplant

Parallel verlassen drei bisherige Mitglieder das Gremium: William C. Dudley und Jeanette Wong treten nicht zur Wiederwahl an. Zudem geht der bisherige Vizepräsident Lukas Gähwiler wie angekündigt in den Ruhestand. UBS hebt dabei hervor, dass Gähwiler eine wichtige Rolle bei der Integration der Credit Suisse spielte.

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Als bereits bekannter Schritt kommt Markus Ronner ins Spiel: Seine Nominierung als neues Verwaltungsratsmitglied und künftiger Vizepräsident war zuvor schon kommuniziert worden.

Ein Signal nach der Großübernahme – und der Blick auf den Kurs

UBS ordnet die Veränderungen als strategische Stärkung des Verwaltungsrats nach der Übernahme der Credit Suisse ein. Die Mischung aus Regulierungs- und Zentralbankerfahrung (Carstens) sowie CFO-Praxis aus der Tech-Branche (Maestri) unterstreicht den Anspruch, das Gremium in einer komplexen Marktphase breiter aufzustellen.

An der Börse bleibt die Lage zuletzt eher verhalten: Die Aktie notiert heute bei 34,92 Euro (−1,61%), auf 30-Tage-Sicht liegt sie −13,26% im Minus. Damit bewegt sie sich klar unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 38,66 Euro – ein Hinweis darauf, dass Investoren den Umbau zwar zur Kenntnis nehmen, aber kurzfristig andere Belastungsfaktoren stärker gewichten.

Am 15. April 2026 liefert die Generalversammlung den formalen Abschluss: Dann entscheidet sich, ob die vorgeschlagenen Personalien den Umbau im Verwaltungsrat wie geplant besiegeln.

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