AppLovin erlebt ein stürmisches Jahr 2026. Trotz operativer Rekordzahlen steht der Ad-Tech-Spezialist massiv unter Druck. Die Bestätigung einer weiterhin aktiven Untersuchung der US-Börsenaufsicht SEC sorgt für Nervosität, während gleichzeitig wilde Gerüchte über eine mögliche Partnerschaft mit OpenAI die Runde machen. Anleger stehen vor der Frage: Dominieren die rechtlichen Risiken die starken Fundamentaldaten?

Behörden halten Untersuchung offen

Der jüngste Kursrutsch resultiert primär aus Nachrichten der US-Wertpapieraufsicht. Wie Bloomberg am 20. Februar berichtete, bestätigte die SEC in einem formellen Schreiben, dass ihre Untersuchung gegen das Unternehmen "weiterhin aktiv und laufend" sei. Die Behörde lehnte es ab, interne Dokumente zu veröffentlichen, da dies die laufenden Ermittlungen gefährden könnte.

Konkret befürchtet die SEC, dass eine Offenlegung es Beteiligten ermöglichen könnte, Beweise zu fabrizieren oder Zeugenaussagen zu beeinflussen. Wichtig für die Einordnung: Bislang wurden weder der Umfang der Untersuchung spezifiziert noch Anklagen gegen das Management erhoben. Der Ursprung der Ermittlungen liegt Berichten zufolge im Oktober 2025, als Vorwürfe aufkamen, AppLovin könnte gegen Servicevereinbarungen von Plattformpartnern verstoßen haben.

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Spekulationen treffen auf Volatilität

In dieses nervöse Marktumfeld platzten am Wochenende unbestätigte Gerüchte über eine mögliche Kooperation mit OpenAI. In sozialen Medien wurde spekuliert, dass die Werbetechnologie von AppLovin genutzt werden könnte, um ChatGPT zu monetarisieren. Weder AppLovin noch OpenAI haben diese Gerüchte kommentiert. Solche unverifizierten Meldungen führen in der aktuellen Phase zu erhöhter Volatilität, ohne dass fundamentale Fakten vorliegen.

Diskrepanz zwischen Kurs und Zahlen

Die aktuelle Unsicherheit steht in scharfem Kontrast zur operativen Entwicklung. Erst Mitte Februar meldete das Unternehmen für das vierte Quartal ein Umsatzwachstum von 66 Prozent und eine beeindruckende EBITDA-Marge von 84 Prozent. Dennoch hat die Aktie seit Jahresbeginn massiv an Wert verloren – aktuell notiert sie mit einem Minus von rund 37 Prozent seit dem 1. Januar (YTD) tief im roten Bereich. Der Schlusskurs am Dienstag lag bei 333,30 Euro.

Marktbeobachter sehen hier eine klare Trennung zwischen operativem Geschäft und Sentiment. Während Analysten von Citi und Wedbush die Aktie aufgrund des hohen Free Cash Flows und der Schuldenfreiheit weiterhin positiv bewerten und teilweise als "im Ausverkauf" bezeichnen, dominiert am Markt die Angst vor regulatorischen Eingriffen und wachsender Konkurrenz durch Meta Platforms.

Ausblick

AppLovin befindet sich in einer Zwickmühle zwischen starker operativer Exekution und externen Druckfaktoren. Für eine nachhaltige Erholung ist entscheidend, ob das Management die Bedenken der SEC ausräumen kann. Bis zum nächsten Quartalsbericht am 6. Mai bleibt die Aktie ein Spielball zwischen regulatorischer Unsicherheit und fundamentaler Stärke, wobei kurzfristig die Nachrichtenlage rund um die Behördenuntersuchung den Takt vorgeben dürfte.

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