Electro Optic Systems meldet für das Geschäftsjahr 2025 Zahlen mit Licht und Schatten. Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückging, sorgt der Blick in die Auftragsbücher für eine massive positive Überraschung. Mit einer mehr als verdreifachten Pipeline stellt sich für Anleger nun die entscheidende Frage: Kann das Rüstungsunternehmen diese Rekordaufträge effizient in operative Gewinne ummünzen?

Umsatzrückgang trifft auf Sondereffekte

Die reinen Finanzkennzahlen zeigen zunächst ein gemischtes Bild. Der Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen sank um 27 Prozent auf 128,5 Millionen AUD. Operativ verbuchte das Unternehmen einen EBITDA-Verlust von 24,4 Millionen AUD. Dennoch steht unter dem Strich ein bereinigter Nettogewinn von 17,5 Millionen AUD.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Electro Optic Systems Holdings?

Verantwortlich für das positive Nettoergebnis ist primär ein Einmaleffekt: Der Verkauf der Tochtergesellschaft EM Solutions spülte 91 Millionen AUD in die Kassen. Dies stärkt die Bilanz erheblich. Electro Optic Systems ist derzeit schuldenfrei und verfügt über Barreserven in Höhe von 106,9 Millionen AUD, flankiert von einer neuen Kreditlinie über 100 Millionen AUD zur Finanzierung des künftigen Wachstums.

Massive Ausweitung der Pipeline

Das eigentliche Highlight des Berichts ist die Entwicklung des Neugeschäfts. Das Unternehmen unterzeichnete 18 Verträge im Gesamtwert von rund 420 Millionen AUD – ein gewaltiger Sprung gegenüber den 70 Millionen AUD im Vorjahr. In der Folge wuchs der unbedingte Auftragsbestand bis Ende Dezember 2025 um 238 Prozent auf 459 Millionen AUD an.

Das Management hat bereits klare Ziele formuliert: Etwa 40 bis 50 Prozent dieses Bestands sollen noch im Jahr 2026 umsatzwirksam werden. Dies würde einem geschätzten Erlös zwischen 180 und 230 Millionen AUD entsprechen.

Strategische Neuausrichtung und Export

Treibende Kraft hinter der aktuellen Entwicklung ist unter anderem die Übernahme des europäischen Spezialisten MARSS. Mit dessen KI-Plattform verschiebt Electro Optic Systems den Fokus stärker auf integrierte Systeme zur Drohnenabwehr.

Auch international verzeichnet der Konzern Erfolge. Ein 71-Millionen-Euro-Vertrag mit den Niederlanden für Hochenergie-Laserwaffen markiert einen wichtigen Export-Meilenstein. Um die globale Nachfrage zu bedienen, wurde in Singapur eine Serienfertigung für Lasersysteme in Betrieb genommen. Weitere Großprojekte, wie eine Ausschreibung in Deutschland über 3.000 Systeme, befinden sich in der Pipeline.

Die Aktie notiert aktuell bei 4,40 Euro und hat in den letzten 30 Tagen eine Korrektur von rund 25 Prozent erfahren. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 6,22 Euro beträgt derzeit knapp 29 Prozent, was nach der vorangegangenen Rallye auf Gewinnmitnahmen hindeuten könnte.

Mit prall gefüllten Auftragsbüchern und einer soliden Kapitalausstattung hat Electro Optic Systems die Weichen für 2026 gestellt. Ob die Aktie ihren jüngsten Abwärtstrend stoppen kann, wird nun maßgeblich davon abhängen, wie reibungslos die Abarbeitung der neuen Großaufträge gelingt und ob die operative Profitabilität ohne Einmaleffekte wiederhergestellt werden kann.

Electro Optic Systems Holdings-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Electro Optic Systems Holdings-Analyse vom 25. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Electro Optic Systems Holdings-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Electro Optic Systems Holdings-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Electro Optic Systems Holdings: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...