Klarna steht unter Druck. Mehrere Sammelklagen werfen dem schwedischen Fintech-Unternehmen vor, bei seinem Börsengang im September 2025 wichtige Risiken verschwiegen zu haben. Konkret geht es um die Kreditqualität des Portfolios und die Höhe möglicher Kreditausfälle. Zeitgleich versucht Klarna, sein Geschäft mit neuen Partnerschaften auszubauen.

Vorwurf: Verschleierte Kreditrisiken

Die am 24. Februar 2026 bekannt gewordenen Klagen richten sich gegen die IPO-Unterlagen. Kläger behaupten, Klarna habe die Risiken seiner "Buy Now, Pay Later"-Kredite nicht ausreichend offengelegt. Die Dokumente hätten irreführende Angaben zur Performance der Kreditmodelle enthalten und gleichzeitig die Risiken bestimmter Kundensegmente heruntergespielt.

Brisanz erhält der Vorwurf durch Klarnas jüngste Zahlen: Kurz nach dem Börsengang meldete das Unternehmen einen deutlichen Anstieg der Risikovorsorge für Kreditausfälle im Jahresvergleich. Die Frage lautet nun: Waren die Probleme zum Zeitpunkt des IPO bereits absehbar?

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Schwache Prognose belastet zusätzlich

Die rechtlichen Schwierigkeiten treffen Klarna in einer ohnehin schwierigen Phase. Das vierte Quartal 2025 brachte zwar erstmals über eine Milliarde Dollar Umsatz, doch gleichzeitig rutschte der Konzern mit 26 Millionen Dollar in die roten Zahlen – nach einem Gewinn von 40 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.

Noch mehr Sorgen bereitet der Ausblick: Die Prognosen für das erste Quartal und Gesamtjahr 2026 fielen schwächer aus als von Analysten erwartet. Sowohl beim Handelsvolumen als auch beim Umsatz liegt Klarna unter den Schätzungen. Das nährt Zweifel am Wachstumstempo.

Expansion trotz Gegenwind

Ungeachtet der Probleme treibt Klarna seine Geschäftsentwicklung voran. Am 23. Februar 2026 gab das Unternehmen eine Kooperation mit dem Online-Möbelhändler Article bekannt. Kunden in den USA und Kanada können Käufe nun über Klarnas Zahlungsoptionen finanzieren – ein weiterer Schritt in den lukrativen Markt für Einrichtungsgegenstände.

Am 15. April 2026 steht zudem ein Urteil in einem anderen Verfahren an: Klarnas Tochter PriceRunner klagt gegen Google wegen wettbewerbswidriger Praktiken bei Preisvergleichsdiensten. Es ist eine der größten Kartellklagen dieser Art in Schweden.

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