TUI Aktie: Rätselhafte Talfahrt
Rekordergebnis im ersten Quartal, verbesserte Bonitätsbewertungen von gleich zwei großen Ratingagenturen – und trotzdem rauscht die TUI-Aktie in den Keller. Seit Veröffentlichung der Quartalszahlen Mitte Februar hat das Papier rund 13 Prozent an Wert verloren. Was steckt hinter dieser Diskrepanz?
Ratingagenturen senden positive Signale
Moody's hob am 18. Februar den Ausblick für TUI von "Stabil" auf "Positiv" an und bestätigte das Corporate Family Rating bei Ba3. Die Agentur würdigt damit die starken Geschäftsergebnisse 2025 und die neue Kapitalallokationsstrategie des Konzerns. Besonders das mittelfristige Nettoverschuldungsziel von unter 0,5x sowie die verbesserte Liquiditätslage überzeugten die Analysten.
Einen Tag später legte Fitch nach und bestätigte das langfristige Rating bei "BB" mit stabilem Ausblick. Die Agentur prognostiziert einen Rückgang der bereinigten EBITDAR-Verschuldung von derzeit 2,4x auf 2,1x bis zum Geschäftsjahr 2028. Gleichzeitig soll das Kostensenkungsprogramm mit geplanten Einsparungen von 250 Millionen Euro bis 2028 greifen.
Buchungen sorgen für Verunsicherung
Der Markt scheint sich jedoch an anderen Zahlen zu stoßen: Die gebuchten Umsätze im Bereich Markets + Airline liegen für den Winter 2025/26 ein Prozent und für den Sommer 2026 zwei Prozent unter Vorjahr. TUI führt dies auf eine strategische Reduzierung der Risikokapazität und einen Trend zu späteren Buchungen zurück. Schlechtes Winterwetter in Deutschland und Großbritannien habe die Buchungszurückhaltung zusätzlich verstärkt.
Ob sich diese späteren Buchungen noch materialisieren werden, bleibt abzuwarten. Das bereinigte EBIT stieg im ersten Quartal immerhin um 26 Millionen auf 77 Millionen Euro – das beste erste Quartal seit der Fusion 2014. Der Konzern hält an seiner Jahresprognose fest: Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent und ein EBIT-Plus von 7 bis 10 Prozent.
Kreuzfahrt-Sparte glänzt
Einen bemerkenswerten Lichtblick liefert das Kreuzfahrt-Segment. Das bereinigte EBIT schoss hier um knapp 71 Prozent auf 82,3 Millionen Euro nach oben. Bei einer Auslastung von 98 Prozent und einer Kapazitätssteigerung von 16 Prozent zeigt dieser Bereich echte Wachstumsdynamik. Im Juni 2026 soll zudem die Mein Schiff Flow in Dienst gestellt werden.
Insider greifen zu
Aufschlussreich ist das Verhalten der Unternehmensinsider: Mehrere TUI-Führungskräfte, darunter CFO Mathias Kiep, kauften Mitte Februar Aktien des eigenen Konzerns. Solche Transaktionen werden häufig als Vertrauenssignal interpretiert – das Management scheint den Kursrutsch als übertrieben zu betrachten.
Der Halbjahresbericht am 13. Mai 2026 wird zeigen, ob die vom Management erwartete späte Buchungsdynamik tatsächlich eingesetzt hat. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben.
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