Palantir Aktie: Insider verkaufen Millionen
Der KI-Softwarekonzern Palantir Technologies steht unter Druck. Aktuelle SEC-Meldungen zeigen massive Aktienverkäufe durch Top-Manager – an einem einzigen Tag flossen über 109 Millionen Dollar. Gleichzeitig sorgen Governance-Fragen für Unruhe bei Investoren. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 27 Prozent verloren.
Karp und Cohen verkaufen für über 100 Millionen Dollar
Am 20. Februar 2026 trennte sich CEO Alexander Karp von Palantir-Aktien im Wert von etwa 65,9 Millionen Dollar. Laut SEC-Filing wurden die Papiere zu Preisen zwischen 132 und 136 Dollar verkauft. Die Transaktion erfolgte automatisch zur Deckung von Steuerverpflichtungen im Zusammenhang mit der Freigabe von 975.000 Restricted Stock Units. Karp hatte den Verkauf bereits im November 2025 über einen vordefinierten 10b5-1-Plan eingeleitet.
Gleichzeitig veräußerte Mitgründer Stephen Andrew Cohen Aktien im Wert von rund 43,7 Millionen Dollar. In den vergangenen drei Jahren hat Karp bereits Palantir-Aktien für etwa 2,2 Milliarden Dollar verkauft – er hält allerdings weiterhin circa 6,4 Millionen Class-A-Aktien und über 51 Millionen Class-B-Aktien.
Privatjet-Kosten und Umzug nach Miami
Neben den Insider-Verkäufen sorgt die Corporate Governance für Diskussionen. Laut dem 10-K-Filing erstattete Palantir CEO Karp im Jahr 2025 rund 17,2 Millionen Dollar für die Nutzung seines Privatjets – eine Steigerung um 123 Prozent gegenüber 7,7 Millionen Dollar im Vorjahr. Jefferies-Analysten bezeichnen den Betrag als "erhöht im Vergleich zu Wettbewerbern". Auch Leerverkäufer Michael Burry äußerte sich kritisch in den sozialen Medien.
Am 17. Februar verlegte Palantir zudem seinen Hauptsitz von Denver nach Miami, genauer gesagt an die 19505 Biscayne Boulevard in Aventura, Florida. Die Adresse gehört zunächst zu einem Co-Working-Space. Eine öffentliche Begründung für den Umzug blieb aus. Colorados Gouverneur Jared Polis erfuhr nach eigenen Angaben erst nachträglich von der Entscheidung – rund 600 Mitarbeiter waren direkt oder indirekt für Palantir in Colorado tätig.
Starke Zahlen, hohe Bewertung
Die operativen Ergebnisse stehen im Kontrast zu den Governance-Sorgen. Im vierten Quartal 2025 meldete Palantir Umsätze von 1,41 Milliarden Dollar – ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,25 Dollar und übertraf die Erwartungen. Für das Gesamtjahr 2025 wies das Unternehmen Umsätze von 4,475 Milliarden Dollar und einen Nettogewinn von 1,63 Milliarden Dollar aus.
Die Umsatzprognose für 2026 liegt bei 7,182 bis 7,198 Milliarden Dollar – das entspricht einem Wachstum von etwa 61 Prozent. Analysten hatten zuvor nur mit 6,22 Milliarden Dollar gerechnet. Zudem sicherte sich Palantir einen Rahmenvertrag mit dem US-Heimatschutzministerium über bis zu eine Milliarde Dollar für die nächsten fünf Jahre. Die Vereinbarung ermöglicht DHS-Behörden den direkten Zugriff auf die Plattformen Gotham und Foundry.
Ausblick auf das erste Quartal
Trotz der jüngsten Kurskorrektur – die Aktie notierte zuletzt bei 130,60 Dollar – handelt Palantir mit einem KGV von etwa 211 auf Basis des Zwölfmonatsgewinns. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 313 Milliarden Dollar bei einer Bruttomarge von 82,37 Prozent. Am 4. Mai 2026 werden die Zahlen zum ersten Quartal erwartet. Dann dürfte sich zeigen, ob das Unternehmen die ambitionierten Wachstumsziele untermauern kann.
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