Der Stuttgarter Automobilkonzern setzt sein Aktienrückkaufprogramm konsequent fort, während das operative Geschäft unter sichtbarem Druck steht. Nach der Vorlage enttäuschender Jahreszahlen für 2025 und einer gedämpften Prognose stellt sich für Anleger die Frage: Genügt die Kapitalrückführung an die Aktionäre, um das Vertrauen in den Premiumhersteller langfristig zu stabilisieren?

Konstante Rückkäufe nach Zahlen-Dämpfer

Mercedes-Benz treibt das im November 2025 gestartete Rückkaufprogramm planmäßig voran. In der vergangenen Woche erwarb das Unternehmen weitere 719.016 eigene Anteile über die Handelsplattform Xetra. Damit summieren sich die Rückkäufe mittlerweile auf über 10,7 Millionen Aktien. Die Transaktionen erfolgten zu Durchschnittskursen zwischen rund 57,86 Euro und 59,12 Euro, was das aktuelle Kursniveau der Aktie widerspiegelt, die heute bei 58,50 Euro notiert.

Diese Maßnahmen flankieren eine schwierige Marktphase. Seit Jahresanfang verlor das Papier 5,11 Prozent an Wert. Mit dem Programm, das ein Gesamtvolumen von bis zu zwei Milliarden Euro umfasst, signalisiert das Management zwar Vertrauen in die eigene Substanz, doch für das laufende Jahr verbleibt noch ein beträchtliches Restvolumen von bis zu 1,7 Milliarden Euro, um den Kurs weiter zu stützen.

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Operative Herausforderungen belasten

Der Hintergrund für die aktuelle Kursentwicklung liegt in der Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres. Der Konzernumsatz sank 2025 um 9,2 Prozent auf 132,2 Milliarden Euro, während das bereinigte EBIT deutlich auf 8,2 Milliarden Euro zurückging. Besonders die Schwäche im Schlüsselmarkt China und hohe Restrukturierungsaufwendungen drückten auf das Ergebnis.

Als direkte Konsequenz schlug das Management eine Kürzung der Dividende auf 3,50 Euro vor (Vorjahr: 4,30 Euro). Die Kombination aus Dividende und Aktienrückkauf verdeutlicht die Strategie, trotz sinkender Gewinne Kapital an die Eigentümer zurückzuführen. Analysten bewerten dies als Versuch, die Attraktivität des Titels trotz der operativen Delle zu wahren.

Hoffnungsträger Modelloffensive

Der Ausblick auf 2026 bleibt verhalten. Mercedes-Benz rechnet mit einer bereinigten Umsatzrendite in der Pkw-Sparte von lediglich 3 bis 5 Prozent – ein Wert, der die Anleger zuletzt enttäuschte. Um gegenzusteuern, setzt der Konzern auf Kostendisziplin und eine umfassende Produktoffensive. Über 40 neue Fahrzeuge sollen bis 2027 auf den Markt kommen, darunter der neu vorgestellte CLA.

Für Anleger bleibt der Blick auf die Umsetzung dieser Strategie entscheidend. Während die vollen Auftragsbücher für neue Modelle Hoffnung machen, muss das Unternehmen beweisen, dass es die Fixkosten durch das laufende Effizienzprogramm tatsächlich nachhaltig senken kann, um die angepeilten mittelfristigen Margenziele wieder zu erreichen.

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