Daimler Truck zieht in Nordamerika das Tempo an – gleich an zwei Fronten. Autonome Lkw sollen in Michigan im Realverkehr lernen, während parallel eine neue Dieselmotorgeneration für strengere US-Regeln in Stellung gebracht wird. Was steckt hinter dieser Doppelstrategie kurz vor der Jahresbilanz am 12. März?

Autonome Trucks: Torc erweitert Straßentests

Die Daimler-Truck-Tochter Torc Robotics weitet seit dem 24. Februar ihre Tests autonomer Lkw auf öffentliche Straßen im Großraum Ann Arbor (Michigan) aus. Zum Einsatz kommt dabei die neueste Generation eines autonomen Daimler-Truck-Chassis auf Basis des Freightliner Cascadia, dem meistverkauften schweren Lkw in Nordamerika.

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Michigan ist für Torc der dritte Teststandort in den USA – neben Dallas-Fort Worth und Blacksburg (Virginia). Dass Torc bereits im vergangenen Jahr ein Ingenieurbüro in Ann Arbor eröffnet hatte, bekommt damit konkretes Gewicht: Die dortige Entwicklungsarbeit soll direkt in die Erprobung der nächsten Software-Generation auf der Straße einfließen.

Flankiert wird die Expansion durch Partnerschaften mit regionalen Institutionen (MEDC, MDOT und Ann Arbor SPARK). Torc baut zudem Personal in Michigan und remote auf – vor allem in Software Engineering, KI und Machine Learning. Inhaltlich zielt das Programm auf „Hub-to-Hub“-Einsätze im Langstrecken-Güterverkehr. Die Tests sollen helfen, KI-Modelle unter unterschiedlichen Umwelt- und Wetterbedingungen zu validieren.

Neue Diesel-Generation: Detroit rüstet für EPA 2027

Fast zeitgleich stellte Detroit, die Powertrain-Marke von Daimler Truck North America, ihr Gen-6-Motorenportfolio vor. Die drei Modelle DD13, DD15 und DD16 sind auf die verschärften US-Emissionsstandards der EPA für das Modelljahr 2027 ausgelegt.

Zu den Eckdaten: Der DD13 (12,8 Liter) ist mit 410 bis 525 PS angegeben, der DD15 (14,8 Liter) mit 425 bis 505 PS und der DD16 (15,6 Liter) mit 560 bis 605 PS. Beim DD15 nennt Detroit zudem neue Drehmoment-Ratings bis 1.900 lb-ft, die Effizienzgewinne über Downspeeding ermöglichen sollen.

Technisch zentral ist ein vorgelagertes SCR-System (Pre-Selective Catalytic Reduction), das die Stickoxid-Reduktion früher im Fahrzyklus starten lässt. Der Produktionsstart für Gen 6 DD13 und DD15 ist für Januar 2027 geplant, der DD16 soll im Januar 2028 folgen. Gefertigt werden alle Motoren in Redford (Michigan) – ein Standort, der laut Unternehmen zuletzt eine Investition von 285 Millionen US-Dollar erhalten hat.

Kursbild und Termin: Blick auf den 12. März

An der Börse zeigt sich der Titel zuletzt stabil bis leicht fester: Bei 42,31 Euro liegt die Aktie heute zwar moderat mit 0,61% im Minus, über 30 Tage steht aber ein Plus von 4,01% zu Buche. Auffällig: Der Kurs notiert klar über dem 200-Tage-Durchschnitt (38,67 Euro) und bleibt damit technisch eher auf Erholungskurs – trotz eines RSI von 37,8, der auf eine gedämpfte kurzfristige Dynamik hindeutet.

Inhaltlich dürfte der Termin am 12. März zum nächsten Fixpunkt werden. Dann legt Daimler Truck die Jahreszahlen für 2025 vor – nach einem bereits gemeldeten Rückgang der Gesamtauslieferungen um 8% auf 422.510 Fahrzeuge, der vor allem mit schwächerer Nachfrage in Nordamerika begründet wurde.

Bis dahin sendet der Konzern mit den US-Ankündigungen ein klares Signal: Michigan wird gleichzeitig Testfeld für autonomes Fahren und Fertigungsstandort für die nächste Motorengeneration – mit konkreten Meilensteinen ab Januar 2027 (DD13/DD15) und Januar 2028 (DD16).

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