Netflix Aktie: DOJ verschärft Ton
Netflix steht vor einer heiklen Situation. Während das Unternehmen mit seinem 82,7-Milliarden-Dollar-Angebot für Warner Bros. Discovery einen der größten Streaming-Deals der Branche durchziehen will, meldet sich das US-Justizministerium zu Wort – und zwar nicht nur mit kritischen Fragen.
Am Freitag wurde bekannt, dass die Behörde Vorladungen an Wettbewerber verschickt hat. Der Vorwurf wiegt schwer: mögliche wettbewerbswidrige Taktiken im Vorfeld des Deals. Die Aktie reagierte nervös und notierte bei rund 81,13 Dollar, knapp über dem neuen 52-Wochen-Tief von 79,23 Dollar vom Vortag.
Kartellamt prüft "ausschließendes Verhalten"
Laut dem Wall Street Journal untersucht das Justizministerium gezielt, ob Netflix "wettbewerbswidriges" oder "ausschließendes Verhalten" an den Tag legte, um den Mega-Deal anzubahnen. Die Behörde will von Branchenteilnehmern wissen, ob der Streaming-Riese unfaire Mittel einsetzte, um sich Warner Bros. Discoverys Studio-Assets und den HBO-Max-Dienst zu sichern.
Zentrale Punkte der Untersuchung:
- Vorladungen an mehrere Entertainment-Konkurrenten
- Fokus auf mögliche Wettbewerbsverzerrung im Vorfeld
- Prüfung, ob Netflix Marktmacht missbrauchte
Die Co-CEOs Ted Sarandos und Greg Peters verteidigten die Übernahme diese Woche als notwendige Konsolidierung im Wettbewerb gegen YouTube und TikTok. Verbraucher könnten problemlos zwischen Diensten wechseln, argumentierten sie. Doch die DOJ-Ermittlungen deuten darauf hin, dass Regulierer tiefer bohren als nur bei Marktanteilen.
Bieterwettstreit kompliziert Lage zusätzlich
Die kartellrechtlichen Bedenken treffen Netflix in einem ohnehin angespannten Umfeld. Zwar unterstützt der Vorstand von Warner Bros. Discovery das Netflix-Angebot, doch Paramount Skydance hat ein konkurrierendes Gebot über 30 Dollar je Aktie in bar eingereicht.
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Die Aktie hat seit ihrem Juli-2025-Hoch bei 134,09 Dollar deutlich nachgegeben. Anleger fürchten, dass die Übernahme entweder scheitert oder Netflix in einen kostspieligen Rechtsstreit zwingt.
Operatives Geschäft läuft weiter stark
Trotz der M&A-Turbulenzen steht Netflix fundamental solide da. Die am 20. Januar vorgelegten Q4-2025-Zahlen unterstreichen die anhaltende Wachstumsdynamik:
- Abonnenten weltweit: Über 325 Millionen Ende 2025 (2024: 301,2 Millionen)
- Umsatz Q4: 12,05 Milliarden Dollar (+17,6 % zum Vorjahr)
- Nettogewinn Q4: 2,41 Milliarden Dollar (+29,4 %)
Für 2026 plant das Unternehmen, das Content-Budget um 10 Prozent auf etwa 20 Milliarden Dollar zu erhöhen. Analysten betonen, dass Netflix auch ohne den Warner-Deal organisch weiterwachsen kann – die Übernahme wäre jedoch ein strategischer Quantensprung.
Ausblick: Rechtliche Hürden im Fokus
Die nächsten Wochen dürften entscheidend werden. Sollte das DOJ formelle Einwände erheben, könnte sich der Deal verzögern oder sogar platzen. Netflix muss nachweisen, dass keine unlauteren Methoden zum Einsatz kamen. Die Quartalszahlen für Q1 2026 folgen Ende April und dürften zeigen, ob Unsicherheit rund um die Übernahme das Kerngeschäft belastet.
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