BYD Aktie: Alarmierende Nachrichten?
Der einstige Wachstumsmotor stottert gewaltig. BYD kämpft mit einem drastischen Absatzeinbruch im Heimatmarkt und gleichzeitig explodierenden Rohstoffkosten. Während der Börsenwert seit Mai bereits um über 60 Milliarden Dollar geschrumpft ist, werfen die jüngsten Januar-Zahlen eine unangenehme Frage auf: Verliert der chinesische Marktführer seinen dominierenden Status oder handelt es sich um eine temporäre Delle?
Die am 1. Februar veröffentlichten Daten sprechen eine klare Sprache. Im Januar verkaufte BYD global nur 210.051 Fahrzeuge. Das entspricht einem Rückgang von 30,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und markiert den fünften Monat mit rückläufigen Verkäufen in Folge.
Besonders hart trifft es das reine Elektro-Segment: Mit 83.249 Einheiten fiel der Absatz auf den tiefsten Stand seit Februar 2024. Auch bei den Plug-in-Hybriden, die über die Hälfte der Verkäufe ausmachen, ging es um fast 29 Prozent abwärts. Die reinen Inlands-Auslieferungen halbierten sich im Vergleich zum Vorjahr sogar fast auf knapp 110.000 Einheiten.
Zangengriff aus Kosten und Steuern
Verantwortlich für die Misere ist ein toxischer Mix aus makroökonomischen und politischen Faktoren. Einerseits haben sich die Lithiumpreise für Batterien laut Bloomberg in den letzten drei Monaten mehr als verdoppelt. Zusätzlich treiben Engpässe bei Speicherchips die Kosten für intelligente Fahrzeugkomponenten in die Höhe. Experten schätzen, dass die Mehrkosten pro Fahrzeug bei einigen Premiummodellen 1.000 Dollar übersteigen könnten.
Andererseits belastet die Rückkehr der Kaufsteuer in China. Seit Jahresbeginn werden wieder fünf Prozent fällig, nachdem Elektroautos über ein Jahrzehnt steuerbefreit waren. Dies drückt massiv auf die Nachfrage im preissensiblen Massenmarkt, den BYD bisher dominierte.
Konkurrenz holt auf
Während BYD strauchelt, nutzt die Konkurrenz die Schwäche des Platzhirsches aus. Geely hat sich mit über 270.000 verkauften Einheiten im Januar auf Platz zwei des chinesischen EV-Marktes vorgeschoben. Auch Aito, gestützt durch Huawei-Technologie, verzeichnete einen Auslieferungssprung von über 80 Prozent auf 40.000 Fahrzeuge.
Einen Lichtblick bietet lediglich das Auslandsgeschäft. Fast die Hälfte aller Auslieferungen im Januar ging in den Export. In Deutschland explodierten die Neuzulassungen regelrecht um über 1.000 Prozent auf 2.629 Fahrzeuge. Auch in Brasilien baut der Konzern seine Kapazitäten aus. Dennoch musste das Management das weltweite Exportziel für 2026 von ursprünglich bis zu 1,6 auf nun 1,3 Millionen Fahrzeuge korrigieren.
Ausblick
Kurzfristig bleibt die Lage angespannt. Laut Morgan Stanley rechnen die meisten lokalen Autobauer im ersten Quartal mit einem Volumenrückgang von 30 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Klarheit über mögliche staatliche Stützungsmaßnahmen könnte erst das jährliche Parlamentstreffen der chinesischen Führung im März bringen. Bis dahin bleibt die Unsicherheit im Sektor hoch.
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