Der Streaming-Riese steht vor einer gewaltigen Transformation. Während die geplante Übernahme der Unterhaltungssparte von Warner Bros. Discovery (WBD) auf die Zielgerade einbiegt, versucht ein Konkurrent den Deal in letzter Sekunde zu torpedieren. Im März müssen die Aktionäre Farbe bekennen und die Weichen für die Zukunft stellen.

Übernahmekampf spitzt sich zu

Berichten von CNBC zufolge dürften die Aktionäre von Warner Bros. Discovery bereits im März über das Übernahmeangebot von Netflix abstimmen. Der Zeitplan hat sich beschleunigt, nachdem Netflix seine Offerte auf eine reine Barzahlung umgestellt hat, um die Transaktionsstruktur zu vereinfachen. Der Konzern bietet 27,75 US-Dollar pro Aktie für das Filmstudio sowie das Streaming-Geschäft HBO Max. Wichtiges Detail: Die Kabelsparte von WBD, die wertvolle Sportrechte wie die Major League Baseball hält, ist nicht Teil des Pakets.

Die Pläne bleiben jedoch nicht unangefochten. Paramount Skydance startete einen feindlichen Übernahmeversuch und bietet 30 US-Dollar für das gesamte Unternehmen inklusive der Kabelnetze. Das Board von WBD lehnte diese Offerte jedoch ab und verwies darauf, dass über 93 Prozent der Aktionäre ihre Anteile nicht an den Rivalen angedient haben. Das Management zeigt sich zuversichtlich, den Deal mit Netflix durchzusetzen und regulatorische Hürden zu meistern.

Hürden in Europa?

Entscheidend für den Erfolg sind nun die Wettbewerbshüter in den USA und Europa. Besonders die EU-Kommission gilt aufgrund ihrer strikten Haltung gegenüber großen Technologiekonzernen als strenger Wächter. WBD-Kreisen zufolge herrscht jedoch eine hohe Zuversicht, dass Brüssel zustimmen wird – möglicherweise unter Auflagen wie lokalen Produktionsverpflichtungen.

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Um den Widerstand der Kinobranche zu brechen, sicherte Co-CEO Ted Sarandos zu, dass Warner-Filme weiterhin ein 45-tägiges exklusives Kinofenster erhalten. Netflix arbeitet nach eigenen Angaben eng mit dem US-Justizministerium und der Europäischen Kommission zusammen, um alle Genehmigungen zu sichern.

Finanzielle Lage im Blick

An der Börse reagierte die Netflix-Aktie zuletzt verhalten und schloss gestern bei 82,76 US-Dollar, deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch vom Juni 2025 (134,12 US-Dollar). Mit einer Marktkapitalisierung von rund 351 Milliarden US-Dollar bleibt der Konzern ein Schwergewicht.

Die wichtigsten Kennzahlen des letzten Quartals:

  • Umsatz (TTM): 45,18 Mrd. USD
  • Nettogewinn: 10,98 Mrd. USD
  • Gewinn je Aktie: 2,53 USD
  • KGV: 32,71
  • Cash-Bestand: 9,06 Mrd. USD

Die Abstimmung im März markiert einen Wendepunkt für die Expansionsstrategie von Netflix. Ein erfolgreicher Deal würde dem Unternehmen ein gewaltiges Kinogeschäft mit über vier Milliarden US-Dollar weltweitem Einspielergebnis bescheren. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die Regulatoren dem Streaming-Riesen diesen strategischen Schachzug gestatten.

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