Netflix Aktie: Wirtschaftliche Eckdaten
Netflix steht im Zentrum eines historischen Machtkampfes. Während der Streaming-Gigant seine 82,7 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) mit einem neuen Barangebot absichern will, formiert sich massiver Widerstand. Regulierungsbehörden schlagen Alarm und Konkurrent Paramount Skydance drängt mit einer feindlichen Gegenofferte in den Ring, was die geplante Fusion zunehmend kompliziert.
Strategische Kehrtwende
Um den Deal gegen interne und externe Zweifel abzusichern, hat Netflix am 20. Januar nachgebessert. Das ursprüngliche Abkommen wurde in eine reine Bartransaktion umgewandelt. WBD-Aktionäre sollen nun 27,75 US-Dollar pro Aktie erhalten. Dieser Schritt zielt darauf ab, den Anteilseignern finanzielle Sicherheit zu bieten und die Abstimmung, die für April erwartet wird, zu beschleunigen. Warner Bros. Discovery hat bereits entsprechende Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht eingereicht, um diesen Zeitplan zu stützen.
Behörden und Konkurrenten attackieren
Doch der Weg zum Abschluss ist steinig. Das US-Justizministerium (DOJ) hat eine vertiefte Kartellprüfung eingeleitet und fordert umfangreiche Informationen an, was den Vollzug der Übernahme vorerst blockiert. Auch in Großbritannien wächst der Druck: Mehrere Politiker forderten die Wettbewerbsbehörde auf, den Zusammenschluss genau zu prüfen, da eine marktbeherrschende Stellung im TV-Streaming befürchtet wird.
Gleichzeitig attackiert Paramount Skydance die Pläne mit einem feindlichen Übernahmeangebot. Die Offerte von 30 US-Dollar pro Aktie bewertet WBD mit 108,4 Milliarden Dollar deutlich höher als Netflix. Obwohl das WBD-Board diesen Vorstoß bereits achtmal zurückgewiesen hat und an Netflix festhält, versucht Paramount nun auf juristischem Wege, weitere Finanzdaten zu erzwingen und argumentiert mit geringeren regulatorischen Hürden.
Operative Stärke als Rückhalt
Inmitten dieser Turbulenzen lieferte Netflix solide operative Daten. Im vierten Quartal 2025 kletterte der Umsatz um 18 Prozent auf 12,05 Milliarden Dollar, während die Zahl der weltweiten Abonnenten auf beeindruckende 325 Millionen anstieg. Besonders das Werbegeschäft gewinnt an Fahrt: Die Erlöse hieraus sollen sich im laufenden Jahr auf rund 3 Milliarden Dollar verdoppeln. Diese Zahlen untermauern die finanzielle Schlagkraft des Konzerns für die geplante Mega-Fusion.
Die kommenden Tage werden entscheidend für den weiteren Verlauf. Bereits am 3. Februar muss sich Co-CEO Ted Sarandos einer Anhörung im US-Senat stellen, deren Ausgang die regulatorischen Erfolgsaussichten präzisieren dürfte. Sollten die Hürden überwunden werden, steht im April das Votum der WBD-Aktionäre an, wobei beide Unternehmen weiterhin einen Abschluss des Deals innerhalb der ursprünglich geplanten 12 bis 18 Monate anstreben.
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