Netflix Aktie: Bieterschlacht spitzt sich zu
Netflix legte am 20. Februar 2026 um 2,17 Prozent auf 78,67 Dollar zu. Der Streaming-Riese bereitet sich auf ein entscheidendes Wochenende vor: Bis Montag, den 23. Februar, muss Konkurrent Paramount Skydance sein finales Angebot für Warner Bros. Discovery vorlegen. Was als Übernahmekampf begann, entwickelt sich zum größten Bieterwettstreit der Medienbranche.
Reuters: Netflix kann nachbessern
Laut einem exklusiven Reuters-Bericht vom 19. Februar verfügt Netflix über ausreichend finanzielle Mittel, um sein aktuelles Gebot von 27,75 Dollar pro Aktie zu erhöhen. Zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen bestätigten gegenüber Reuters, dass Netflix per 31. Dezember 2025 rund 9,03 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln in der Bilanz hielt.
Netflix bietet derzeit 82,7 Milliarden Dollar in bar für die Studio- und Streaming-Sparten von Warner Bros. Discovery. Paramount Skydance kontert mit einem feindlichen Übernahmeangebot von 30 Dollar pro Aktie für das gesamte Unternehmen – inklusive CNN, HGTV und weiterer TV-Sender. Gesamtwert laut Reuters: 108,4 Milliarden Dollar.
Kartellrechtliche Hürde genommen – Netflix widerspricht
Am 20. Februar teilte Paramount mit, die zehntägige Wartefrist nach dem Hart-Scott-Rodino Antitrust Improvements Act sei am 19. Februar abgelaufen. Das Unternehmen erklärte, es gebe „keine gesetzlichen Hindernisse mehr in den USA" für den Vollzug der Übernahme.
Netflix widersprach umgehend. Chefjustiziar David Hyman sagte laut Deadline: „Paramount Skydance führt die Aktionäre weiterhin in die Irre und lenkt von den Fakten ab. Routinemäßige HSR-Meilensteine bedeuten weder eine DOJ-Genehmigung noch eine Entscheidung. Sie haben die erforderlichen Zulassungen nicht gesichert und sind weit davon entfernt." Tatsächlich liegt kein verbindlicher Fusionsvertrag zwischen Paramount und Warner Bros. Discovery vor. Das Justizministerium kann die Transaktion weiterhin prüfen und notfalls per Klage blockieren.
Montag entscheidet
Warner Bros. Discovery lehnte Paramounts jüngsten Vorstoß am 17. Februar ab, gewährte aber – mit Zustimmung von Netflix – eine siebentägige Nachfrist bis zum 23. Februar. CNBC berichtete, ein hochrangiger Paramount-Vertreter habe informell 31 Dollar pro Aktie ins Gespräch gebracht.
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Der WBD-Vorstand empfiehlt einstimmig den Netflix-Deal und hat für den 20. März eine außerordentliche Hauptversammlung angesetzt. Laut Fusionsvertrag hat Netflix ein viertägiges Vorkaufsrecht, um ein verbessertes Paramount-Angebot zu kontern.
Matt Britzman, Senior Equity Analyst bei Hargreaves Lansdown, sagte gegenüber Reuters: „Netflix sitzt noch am längeren Hebel, aber das kann sich schnell ändern. Der Preis dürfte den Ausschlag geben."
WBD-Mitarbeiter bevorzugen Netflix
Ein Variety-Bericht vom 19./20. Februar zeigt eine Verschiebung der internen Stimmung bei Warner Bros. Discovery. Die meisten Mitarbeiter favorisieren mittlerweile die Netflix-Übernahme. Sie fürchten aggressive Sparmaßnahmen unter Paramount Skydance, das Kosteneinsparungen von bis zu sechs Milliarden Dollar angekündigt hat – verbunden mit massiven Stellenstreichungen.
Netflix-Co-CEOs Ted Sarandos und Greg Peters konnten bei Townhall-Auftritten überzeugen. Sie versicherten, das Warner Bros.-Studio, das Studiogelände und die Marke würden weitgehend erhalten bleiben.
Analystensicht und Ausblick
Wedbush bekräftigte am 20. Februar das Outperform-Rating mit einem Kursziel von 115 Dollar. Die Aktie notiert deutlich unter dem Allzeithoch von 133,91 Dollar vom 30. Juni 2025. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 333,7 Milliarden Dollar, das KGV liegt bei 31,09.
Am Montag läuft die Frist für Paramount ab. Erhöht das Unternehmen sein Angebot, hat Netflix vier Tage Zeit zum Nachziehen. Der Quartalsbericht von Warner Bros. Discovery am 26. Februar könnte zusätzliche Impulse liefern. Die Aktionärsabstimmung am 20. März rückt näher.
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