Nestle Aktie: Relevante Marktentwicklungen
Nestlé zieht die Reißleine und richtet den Konzern komplett neu aus. Während ein deutlicher Gewinneinbruch im Gesamtjahr 2025 die Bilanz trübt, überraschte das organische Wachstum im Schlussquartal die Analysten positiv. CEO Philipp Navratil reagiert auf die durchwachsenen Zahlen mit einer klaren Strategie: Ganze Sparten sollen verkauft werden, um die Profitabilität wieder zu steigern.
Abschied von Wasser und Eiscreme
Seit seinem Amtsantritt im September 2025 treibt CEO Navratil die Transformation des Schweizer Riesen voran. Der Fokus liegt künftig auf den vier profitabelsten Kernbereichen: Kaffee, Heimtierprodukte (Petcare), Ernährung (Nutrition) sowie Lebensmittel & Snacks. Diese Segmente machen bereits rund 70 Prozent des Umsatzes aus.
Die Konsequenz ist ein harter Schnitt im Portfolio. Nestlé verhandelt bereits in fortgeschrittenem Stadium über den Verkauf des verbliebenen Eiscreme-Geschäfts. Auch das traditionsreiche Wassergeschäft mit Marken wie Perrier und San Pellegrino steht zum Verkauf; eine Entkonsolidierung ist bis 2027 geplant. Parallel dazu hat das Unternehmen die strategische Überprüfung seiner Vitamin- und Nahrungsergänzungssparte abgeschlossen und sucht aktiv nach Käufern.
Licht und Schatten in der Bilanz
Die Notwendigkeit des Umbaus spiegelt sich in den Jahreszahlen wider. Der Nettogewinn fiel 2025 um 17 Prozent auf 9,0 Milliarden Franken. Dennoch gibt es operative Lichtblicke: Im vierten Quartal lag das organische Umsatzwachstum bei 4 Prozent und übertraf damit die Markterwartungen von 3,55 Prozent deutlich.
Anleger honorierten diese Entwicklung zuletzt. Die Aktie verzeichnet seit Jahresanfang ein Plus von 4,50 Prozent und notierte am Freitag bei 88,43 Euro. Trotz des Gewinnrückgangs sollen Aktionäre von einer leicht erhöhten Dividende von 3,10 Franken profitieren.
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Belastung durch Rückruf
Ein wesentlicher Bremsklotz bleibt der großangelegte Rückruf von Säuglingsnahrung, der im Dezember 2025 begann und über 60 Länder betraf. Die finanzielle Belastung durch Warenrücksendungen und Abschreibungen beziffert der Konzern auf 185 Millionen Franken.
Zusätzlich belasten laufende Ermittlungen der Pariser Staatsanwaltschaft die Stimmung. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem negativen Effekt von rund 20 Basispunkten auf das organische Wachstum aufgrund der Nachwirkungen dieser Krise.
Ausblick: Marge im Fokus
Für 2026 gibt sich Nestlé vorsichtig optimistisch und prognostiziert ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 4 Prozent. Priorität hat die Verbesserung der operativen Marge, die vor allem in der zweiten Jahreshälfte greifen soll. Gelingt die geplante Veräußerung der schwächelnden Sparten zügig und ohne weitere regulatorische Hürden, könnte der Konzern seine mittelfristigen Ziele von über 17 Prozent Marge wieder erreichen.
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