Ein Urteil des US Supreme Court sorgte am Freitag kurzzeitig für Euphorie bei Nike-Aktionären. Das Gericht erklärte weitreichende Importzölle für unzulässig, was die Hoffnung auf sinkende Kosten schürte. Doch die Reaktion der US-Regierung folgte prompt und ließ die anfänglichen Kursgewinne schnell wieder verpuffen.

Das juristische Tauziehen

Am 20. Februar entschied das Oberste Gericht mit 6 zu 3 Stimmen, dass die Exekutive ihre Kompetenzen überschritten hatte. Die Nutzung des "International Emergency Economic Powers Act" (IEEPA) von 1977 zur Verhängung breiter Zölle sei rechtlich nicht gedeckt gewesen. Für einen global agierenden Konzern wie Nike, der stark auf internationale Fertigungsketten angewiesen ist, wirkte dieses Urteil zunächst wie ein Befreiungsschlag von finanziellen Belastungen. Die Aktie reagierte im frühen Handel entsprechend positiv.

Die kalte Dusche folgte sofort

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Die Erleichterung im Einzelhandelssektor war jedoch nur von kurzer Dauer. Noch am selben Tag trat die Regierung vor die Presse und kündigte neue, pauschale Zölle in Höhe von 10 Prozent an – diesmal gestützt auf eine andere Rechtsgrundlage. Dieser schnelle Schachzug machte die Hoffnungen der Anleger zunichte. Die Nike-Aktie gab ihre Tagesgewinne vollständig wieder ab und schloss den Handelstag bei 55,52 Euro, was einem leichten Minus von 0,43 Prozent entspricht.

Unsicherheit bleibt bestehen

Obwohl das Gerichtsurteil eine spezifische Zollgrundlage gekippt hat, zeigt das sofortige Ausweichen der Regierung auf alternative Gesetze, dass das Thema Handelspolitik ein Risikofaktor bleibt. Zudem ließ das Gericht offen, ob die bereits gezahlten Milliardenbeträge an die betroffenen Unternehmen zurückerstattet werden müssen. Investoren müssen sich darauf einstellen, dass juristische Auseinandersetzungen und politische Manöver die Kalkulation für Importeure wie Nike auch in den kommenden Monaten erschweren werden.

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