Netflix steht im Zentrum eines erbitterten Übernahmekampfes um Warner Bros. Discovery. Der Streaming-Riese konkurriert mit Paramount Skydance um eines der wertvollsten Medienportfolios Hollywoods. Die jüngsten Entwicklungen verschärfen die Lage: Regisseur James Cameron wendet sich öffentlich gegen den Deal, während Netflix eine befristete Verhandlungspause für Rivalen gewährt.

Siebentägige Ausnahmegenehmigung unter Druck

Warner Bros. Discovery teilte am 17. Februar mit, dass Netflix eine befristete Ausnahmegenehmigung erteilt hat. Bis zum 23. Februar darf WBD mit Paramount Skydance verhandeln. Netflix Co-CEO Ted Sarandos begründete den Schritt mit dem Wunsch, den Aktionären "vollständige Klarheit und Sicherheit" zu geben, nachdem Paramount "die Zone mit Verwirrung geflutet" habe.

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Netflix bietet derzeit 27,75 Dollar je Aktie in bar – eine Bewertung der Studio- und Streaming-Assets von 82,7 Milliarden Dollar. Paramount Skydance kontert mit 30 Dollar pro Aktie für das Gesamtunternehmen, was einer Bewertung von 108,4 Milliarden Dollar entspricht.

Der Vorstand von WBD hält trotz der Gespräche an seiner Empfehlung für Netflix fest. Am 20. März sollen die Aktionäre über die Transaktion abstimmen. Das Board verwies auf den "enormen Wert" und einen "klaren Weg zur behördlichen Genehmigung".

Finanzielle Spielräume vorhanden

Netflix verfügt über erhebliche Barreserven für ein höheres Angebot. Zum 31. Dezember 2025 hielt das Unternehmen rund 9,03 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln. Sollte Paramount sein Gebot aufstocken, könnte Netflix nachziehen.

Matt Britzman, Senior-Aktienanalyst bei Hargreaves Lansdown, kommentierte: "Netflix scheint noch auf dem Fahrersitz zu sitzen, aber das kann sich schnell ändern. Der Preis dürfte der entscheidende Faktor sein."

Prominenter Widerstand aus Hollywood

James Cameron schaltete sich am 19. Februar mit einem Brief an Senator Mike Lee ein. Der Filmemacher warnte, die Übernahme durch Netflix werde "katastrophal für das Kinogeschäft" sein. Cameron bezweifelt, dass Netflix mündliche Zusagen zur Kinoauswertung langfristig einhalten werde. Solche Versprechen würden "wahrscheinlich in ein paar Jahren verpuffen".

Netflix verwies auf seine Anhörung vor dem Kongress. Das Unternehmen plant für 2026 Ausgaben von 20 Milliarden Dollar für Film- und TV-Produktionen, vorrangig in Amerika. Sarandos bezeichnete den Deal wiederholt als "pro-konsumentenorientiert, pro-innovativ, pro-arbeitnehmerfreundlich".

Behördliche Hürden für beide Seiten

Beide Transaktionen müssen regulatorische Prüfungen durchlaufen. Netflix betont den "klaren Weg zur zeitnahen behördlichen Genehmigung" seiner weitgehend vertikalen Fusion. Beide Unternehmen haben Hart-Scott-Rodino-Anmeldungen eingereicht und stehen mit Wettbewerbsbehörden weltweit im Austausch.

Paramounts Angebot sieht sich eigenen Bedenken gegenüber. Kritiker verweisen auf ausländische Finanzierung durch Staatsfonds aus dem Nahen Osten. Netflix erwartet daher eine Prüfung durch CFIUS und europäische Behörden bezüglich dieser Investoren. Die Abstimmung der WBD-Aktionäre am 20. März wird zeigen, ob Netflix seine Position halten kann.

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