Netflix Aktie: Enttäuschte Hoffnungen?
Netflix bekommt bei seinem geplanten Zukauf von Warner-Bros.-Discovery-Assets zusätzlichen Gegenwind. Das US-Justizministerium (DOJ) prüft, welche Folgen der Deal für Kinos und Filmstarts haben könnte. Gleichzeitig sorgt ein konkurrierendes Angebot von Paramount Skydance für neue Unsicherheit – und die Aktie steht weiter unter Druck.
DOJ nimmt Kinos ins Visier
Laut Bloomberg hat das DOJ große US-Kinoketten zu vertraulichen Gesprächen eingeladen. Im Kern geht es um die Frage, ob durch einen Verkauf von Warner-Bros.-Discovery-Geschäften künftig weniger Filme überhaupt in den Kinos landen könnten.
Im Fokus steht dabei Netflix’ bisherige Praxis: Der Streaming-Anbieter bringt viele Produktionen nur sehr begrenzt und oft nur kurz in ausgewählte Kinos. Genau das alarmiert Betreiber, weil ein größerer Einfluss von Netflix im Studio- und Verleihgeschäft das Angebot im klassischen Kinomarkt aus ihrer Sicht weiter ausdünnen könnte.
Paramount meldet HSR-Fortschritt – Netflix widerspricht
Heute teilte Paramount mit, eine 10-tägige Wartefrist nach einer „Second Request“-Antwort des DOJ im Rahmen des Hart-Scott-Rodino-Gesetzes (HSR) hinter sich gelassen zu haben. Nach Darstellung von Paramount gebe es damit „kein gesetzliches Hindernis in den USA“, den eigenen Erwerb abzuschließen.
Netflix konterte: Chefjurist David Hyman betonte, solche HSR-Schritte seien Routine und bedeuteten weder eine DOJ-Zustimmung noch, dass bereits eine Entscheidung gefallen sei. Netflix arbeitet nach eigenen Angaben noch an der Beantwortung einer zweiten Informationsanfrage des DOJ; danach würde eine 30-tägige Wartefrist folgen.
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Konkurrenzgebote und zusätzliche Rechtsfront
Warner Bros. Discovery hat eine Aktionärsabstimmung über das Netflix-Angebot für Streaming- und Studio-Geschäfte für den 20. März angesetzt. Netflix bietet laut Bericht 27,75 US-Dollar je Aktie in bar, was insgesamt rund 82,7 Milliarden US-Dollar entspricht.
Paramount Skydance legt höher an: 30 US-Dollar je Aktie in einem feindlichen Übernahmeangebot für den gesamten Konzern – bewertet mit etwa 108,4 Milliarden US-Dollar. Warner Bros. Discovery gab Paramount eine Frist bis Montag für ein „bestes und endgültiges“ Angebot, nachdem das jüngste Gebot Anfang der Woche abgelehnt wurde. Gleichzeitig erklärte WBD, weiterhin den Netflix-Deal zu bevorzugen.
Gestern kam noch ein weiterer Belastungsfaktor hinzu: Netflix schickte ByteDance ein Unterlassungsschreiben wegen des KI-Videogenerators „Seedance 2.0“. Netflix bezeichnete das Tool laut TipRanks und Variety als „hochgeschwindigkeitsfähige Piraterie-Maschine“ und drohte mit „sofortigen“ rechtlichen Schritten. Der Konzern behauptet, Seedance 2.0 habe Inhalte auf Basis mehrerer eigener Marken erstellt, darunter „Stranger Things“ und „Squid Game“. Auch Disney und Paramount Skydance äußerten demnach Urheberrechtsbedenken.
Seit dem Quartalsbericht für Q4 2025 Ende Januar hat die Aktie laut Zacks rund 8,6% verloren; seit Jahresbeginn lag das Minus bis Mitte Februar bei etwa 18%. Der Kursrückgang spiegelt vor allem die Unsicherheit rund um die Warner-Transaktion und den Zeitplan für eine regulatorische Freigabe.
Am 20. März liefert die Aktionärsabstimmung den nächsten klaren Fixpunkt – bis dahin dürfte der Ton aus Washington und der Wettbewerb um Warner Bros. Discovery die Richtung der Aktie weiter maßgeblich bestimmen.
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