Netflix Aktie: Überblick behalten
Netflix steckt mitten in einem erbitterten Bietergefecht um Warner Bros. Discovery. Der Streaming-Marktführer gewährte dem Zielunternehmen überraschend eine Frist, um mit dem Rivalen Paramount Skydance zu verhandeln. Während die Gegenseite das Angebot erhöht, müssen Anleger nun bewerten: Ist dies ein taktischer Schachzug oder gerät die geplante Mega-Fusion ins Wanken?
Der Konzern erteilte Warner Bros. Discovery (WBD) eine Ausnahmegenehmigung (Waiver), die Gespräche mit Paramount Skydance bis zum 23. Februar 2026 erlaubt. Dieser Schritt folgt auf ein feindliches Übernahmeangebot von Paramount in Höhe von 30 US-Dollar pro Aktie, das deutlich über der Netflix-Offerte von 27,75 US-Dollar liegt. Berichten zufolge stellte ein Vertreter von Paramount sogar 31 US-Dollar in Aussicht, sollten die Verhandlungen wieder aufgenommen werden.
Co-CEO Ted Sarandos begründete das Vorgehen mit der Notwendigkeit, Transparenz für die Aktionäre zu schaffen. Gegenüber CNBC warf er der Konkurrenz vor, gezielt Verwirrung zu stiften, um den Deal zu stören.
Strategie und Widerstand
Um Bedenken der Kinobetreiber zu zerstreuen, skizzierte Sarandos in einem Interview Pläne für die Zeit nach der Übernahme. Netflix beabsichtigt, ein exklusives Kinofenster von 45 Tagen für Warner-Filme beizubehalten und prüft sogar, eigene Netflix-Produktionen verstärkt auf die große Leinwand zu bringen. Ziel sei es, die Produktionskraft des Streaming-Dienstes mit der etablierten Vertriebsinfrastruktur von Warner zu kombinieren.
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Doch der Gegenwind nimmt zu. Star-Regisseur James Cameron warnte in einem Brief an Senator Mike Lee vor den Folgen der Akquisition. Er befürchtet massive Arbeitsplatzverluste und bezeichnete den Deal als potenziell verheerend für das traditionelle Kinogeschäft.
Die Entscheidung naht
Die Netflix-Aktie reagierte zuletzt mit Kursverlusten auf die anhaltende Unsicherheit. Mit Barmittelreserven von rund 9,03 Milliarden US-Dollar (Stand 31. Dezember) verfügt das Unternehmen jedoch über finanzielle Flexibilität, um das Angebot gegebenenfalls nachzubessern. Das Gesamtvolumen der Transaktion wird derzeit auf etwa 82,7 Milliarden US-Dollar geschätzt, inklusive knapp 10 Milliarden US-Dollar an übernommenen Nettoschulden.
Der entscheidende Termin ist für den 20. März 2026 angesetzt. Dann stimmen die Aktionäre von Warner Bros. Discovery auf einer außerordentlichen Versammlung über die Fusion ab. Trotz der Avancen von Paramount empfiehlt das Board von WBD weiterhin einstimmig die Annahme des Netflix-Angebots. Die kommenden Tage bis zum Ablauf der Gesprächsfrist am 23. Februar dürften zeigen, ob Netflix finanziell nachlegen muss, um die Übernahme zu sichern.
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