Meta schraubt gleichzeitig an zwei großen Baustellen: Kostenkontrolle im Metaverse-Geschäft und der Ausbau der Infrastruktur für KI. Während ein neuer Solarstrom-Deal in Texas die Energieversorgung für Rechenzentren sichern soll, sorgen Berichte über deutliche Stellenkürzungen in der Hardware-Sparte für Gesprächsstoff. Was steckt hinter dieser Doppelstrategie?

Reality Labs: 1.500 Stellen sollen wegfallen

Laut einem Bericht von Virtual Reality News baut Meta in seiner Reality-Labs-Sparte rund 1.500 Stellen ab. Betroffen ist damit ausgerechnet die Einheit, in der Metaverse- und Hardware-Ambitionen gebündelt sind – und die in den vergangenen Jahren immer wieder als großer Kostenblock auffiel.

Marktbeobachter werten den Schritt als Signal für mehr Ausgabendisziplin. Denn nach Jahren hoher Investitionen in Virtual und Augmented Reality haben Anleger regelmäßig mehr Effizienz in diesem Segment eingefordert. Der angekündigte Umbau passt damit in das Bild einer strategischen Nachjustierung bei Reality Labs.

Solar-Deal für KI: Strom wird zum Engpassfaktor

Parallel dazu treibt Meta den Ausbau seiner Energiebasis für KI voran. Wie Business Wire und Morningstar am 4. Februar berichten, erweitert Meta die Partnerschaft mit Zelestra und unterzeichnet einen neuen Stromabnahmevertrag (PPA) für das Skull-Creek-Solarprojekt in Texas.

Die wichtigsten Punkte aus der Meldung:

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  • Neue Anlage mit 176 MWdc (136 MWac) geplanter Kapazität
  • Insgesamt nun sieben gemeinsame US-Projekte
  • Ziel: bis 2028 fast 1,2 GWdc Solarleistung aus der Kooperation

Der Hintergrund ist klar: Moderne KI-Rechenzentren verschlingen enorme Energiemengen. Entsprechend rückt die Stromversorgung immer stärker in den Fokus der Investitionsplanung – und wird zum handfesten Kosten- und Standortfaktor.

Markt schaut auf KI-Kosten – und Europa-Regulierung

Trotz der strategischen Updates stand die Aktie heute unter Druck. In den bereitgestellten Marktdaten spiegelt sich das mit dem Rückgang auf 674,20 US-Dollar nach 698,24 US-Dollar am Dienstag wider.

Dabei hatte Meta mit den Quartalszahlen Ende Januar eigentlich positiv überrascht: 59,89 Mrd. US-Dollar Umsatz und ein Gewinn je Aktie (EPS) von 8,88 US-Dollar lagen über den Erwartungen. Umso stärker richtet sich der Blick jetzt auf die Kehrseite der Story: den hohen Kapitalbedarf für KI-Infrastruktur. Morningstar-Analyst Malik Ahmed Khan verwies nach der Q4-Überraschung explizit auf den weiter laufenden Investitionszyklus in KI – genau diese Balance zwischen langfristigem Potenzial und kurzfristigen Kosten bewertet der Markt derzeit neu.

Zusätzlich bleibt der regulatorische Druck präsent. Heute sollten Meta-Vertreter vor dem Medienausschuss des irischen Parlaments (Oireachtas) erscheinen. Thema ist die Sicherheit von KI-Tools, insbesondere Maßnahmen gegen den Missbrauch zur Erstellung nicht-einvernehmlicher Deepfake-Inhalte.

Unterm Strich sendet Meta damit zwei Signale zugleich: Bei Reality Labs soll offenbar stärker auf Effizienz geachtet werden, während die KI-Agenda mit energieintensiver Infrastruktur weiter nach vorn geschoben wird – und genau dieses Spannungsfeld dürfte die Aktie kurzfristig weiter prägen.

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