Meta Platforms steht unter Druck. Während das Unternehmen gerade erst mit starken Quartalszahlen überzeugte, machen nun gleichzeitig Regulierer in Indien und ein Gerichtsverfahren in den USA Schlagzeilen. Am Dienstag verlor die Aktie rund 2,1 Prozent – ein Signal dafür, dass juristische Risiken zunehmend in den Fokus rücken.

Oberster Gerichtshof Indiens kritisiert WhatsApp

Den Auslöser für die Kursschwäche lieferte eine deutliche Rüge aus Neu-Delhi. Der Oberste Gerichtshof Indiens nahm sich am Dienstag die Datenschutzrichtlinien von WhatsApp vor und stellte die Praxis infrage, Nutzerdaten mit anderen Meta-Unternehmen zu teilen.

Die drei Richter betonten unmissverständlich, dass man „nicht mit dem Recht auf Privatsphäre spielen" dürfe und keine Ausbeutung von Nutzerdaten tolerieren werde. Für Meta wiegt diese Warnung schwer: Indien zählt zu den größten Nutzermärkten weltweit. Sollten konkrete Beschränkungen folgen, könnte das Wachstumspotenzial in der Region empfindlich getroffen werden.

Prozess in New Mexico belastet zusätzlich

Parallel dazu läuft in den USA ein prominentes Verfahren an. In Santa Fe hat diese Woche ein Prozess begonnen, in dem der Generalstaatsanwalt von New Mexico dem Konzern vorwirft, Kinder nicht ausreichend vor Ausbeutung auf seinen Plattformen geschützt zu haben. Der Vorwurf: Meta habe bewusst Engagement über Sicherheit gestellt. Das Unternehmen weist die Anschuldigungen zurück, doch der Prozess hält das Thema Kindesschutz prominent auf der Agenda – und damit auch im Blickfeld der Investoren.

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Analysten bleiben dennoch optimistisch

Trotz der juristischen Schatten bleibt das fundamentale Bild intakt. Ende Januar hatte Meta Quartalszahlen vorgelegt, die die Erwartungen übertrafen: 59,9 Milliarden US-Dollar Umsatz im vierten Quartal und ein starker Gewinn je Aktie. Analysten zeigen sich weiterhin zuversichtlich. Cantor Fitzgerald etwa hob das Kursziel kürzlich auf 860 US-Dollar an, Barclays bekräftigte seine „Overweight"-Einschätzung.

Zudem setzt Meta auf Marketing-Offensive: Beim kommenden Super Bowl wird das Unternehmen einen 60-Sekunden-Werbespot für seine Ray-Ban Meta Smartglasses schalten. Mit dabei: Ex-NFL-Star Marshawn Lynch. Die Kampagne soll die Weichen für die nächste Produktgeneration im Bereich tragbarer KI-Technologie stellen.

Entscheidend wird die Reaktion aus Indien

Der weitere Verlauf hängt nun stark davon ab, ob das indische Gericht konkrete Maßnahmen anordnet oder ob es bei der Warnung bleibt. Parallel dazu dürfte der Prozess in New Mexico beobachtet werden – insbesondere falls belastende Beweise öffentlich werden. Auf operativer Ebene bleibt die Frage, ob die für 2026 geplanten hohen Investitionen in KI-Infrastruktur die Margen belasten werden.

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