Lufthansa Aktie: Zwei Gewerkschaften, ein Timing
Die Pilotenstreiks sind noch nicht ausgestanden, da öffnet sich bei Lufthansa die nächste Front. Die Kabinengewerkschaft UFO hat ihre Mitglieder zu einer Urabstimmung aufgerufen — Ergebnis bis Freitag, 27. März. UFO-Chef Joachim Vázquez Bürger rechnet mit einem „sehr eindeutigen" Votum für Arbeitskampfmaßnahmen.
Existenzfrage bei CityLine treibt den Konflikt
Hinter der Urabstimmung stecken zwei ungelöste Baustellen: festgefahrene Verhandlungen zum Manteltarifvertrag und ein offener Sozialtarifvertrag bei der Regionaltochter CityLine. Deren Flugbetrieb soll 2027 eingestellt werden — für das betroffene Kabinenpersonal eine existenzielle Frage, die die Verhandlungen emotional auflädt.
Konkrete Streiktermine gibt es bisher nicht. Allerdings rücken die Osterferien näher, und besonders auf Kurzstrecken sowie Zubringerverbindungen über Frankfurt und München könnten Reisende schnell in Mitleidenschaft gezogen werden.
Piloten: Bewegung, aber keine Einigung
Auf der Pilotenfront bewegt sich zumindest etwas. Lufthansa hat der Vereinigung Cockpit ein überarbeitetes Rentenmodell präsentiert: Die Übergangsversorgung soll in die reguläre betriebliche Altersvorsorge überführt werden — kostenneutral für den Konzern, mit einer möglichen Verbesserung der Betriebsrente um bis zu 50 Prozent. Am 20. März nahm die Vereinigung Cockpit das Gesprächsangebot an, betonte jedoch, dass substanzielle Fortschritte nur möglich seien, wenn die eigenen Forderungen berücksichtigt werden. VC-Präsident Andreas Pinheiro formulierte es nüchtern: „Nach der gegenwärtigen Informationslage können wir noch keine wesentliche Veränderung erkennen." Ein weiteres Treffen ist für diese Woche angesetzt.
Aktie unter Druck
Das tarifpolitische Umfeld trifft Lufthansa in einer Phase, in der die Aktie bereits unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 8,62 Euro notiert. Zuletzt lag der Kurs bei 7,60 Euro — rund 18 Prozent unter dem Anfang Februar markierten 52-Wochen-Hoch von 9,50 Euro.
Dabei sind die Fundamentaldaten für 2025 solide: Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 39,6 Milliarden Euro, der operative Gewinn legte auf zwei Milliarden Euro zu. Am 6. Mai folgen die Q1-Zahlen für 2026. Bis dahin dürften die laufenden Tarifkonflikte — auf gleich zwei Fronten — das Kursgeschehen stärker prägen als jede Umsatzprognose.
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