Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit nimmt das Gesprächsangebot des Managements an — doch während sich der eine Arbeitskampf möglicherweise etwas entspannt, baut sich der nächste auf. Das Kabinenpersonal bereitet sich auf Streiks vor, ausgerechnet kurz vor den Osterferien.

Piloten: Annäherung mit Vorbehalten

Lufthansa schlug vor, die bisherige Übergangsversorgung in die reguläre betriebliche Altersvorsorge zu überführen. Das Unternehmen argumentiert, dies könne die Betriebsrente der Cockpit-Beschäftigten substanziell verbessern, ohne die Gesamtkosten zu erhöhen. Ein Treffen ist für die kommende Woche angesetzt.

VC-Präsident Andreas Pinheiro zeigte sich skeptisch: „Nach der gegenwärtigen Informationslage können wir noch keine wesentliche Veränderung erkennen." Die Gewerkschaft besteht darauf, dass nur auf Basis verhandlungsfähiger Angebote Lösungsräume entstehen. Der Kern des Konflikts liegt tiefer: Das frühere System mit garantierten Auszahlungen wurde 2017 durch ein kapitalmarktfinanziertes Modell ersetzt, das nach Darstellung der VC das frühere Versorgungsniveau deutlich verfehlt. Sieben Verhandlungsrunden haben daran bislang nichts geändert.

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Kabinenpersonal stimmt über Arbeitskampf ab

Parallel läuft bis zum 27. März eine Urabstimmung beim Kabinenpersonal von Lufthansa und der Regionaltochter Cityline. Die Gewerkschaft UFO nennt zwei Konfliktlinien: festgefahrene Verhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und die fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll 2027 eingestellt werden — für das Kabinenpersonal ein existenzielles Thema.

Konkrete Streiktermine stehen noch nicht fest. Nicht ausgeschlossen ist jedoch, dass Flüge in den Osterferien ausfallen.

Schwaches Quartalsergebnis als Hintergrundbelastung

Die Tarifkonflikte treffen Lufthansa in einem ohnehin angespannten Umfeld. Im vierten Quartal 2025 halbierte sich der Gewinn je Aktie nahezu auf 0,21 Euro, nach 0,46 Euro im Vorjahr. Der Umsatz legte zwar um gut fünf Prozent auf 9,95 Milliarden Euro zu — ein Gewinnwachstum blieb aber aus. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 14 Prozent verloren und notiert mit 7,32 Euro deutlich unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts.

Das Management hat 82 Prozent des Kerosinbedarfs für 2026 abgesichert und schafft damit zumindest Planungssicherheit bei den Energiekosten. Ob sich das operative Bild aufhellt, wird sich am 6. Mai zeigen, wenn Lufthansa die nächsten Quartalszahlen vorlegt — bis dahin dürften die laufenden Tarifverhandlungen der bestimmende Faktor bleiben.

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