SAP Aktie: JPMorgan dreht den Daumen
JPMorgan hat die Reißleine gezogen. Die US-Investmentbank stufte SAP gestern Abend von „Overweight" auf „Neutral" herab und kappte das Kursziel drastisch von 260 auf 175 Euro. Das trifft die Aktie zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
Der zuständige Analyst begründete den Schritt damit, dass die ursprüngliche Empfehlung auf einer erwarteten Wachstumsbeschleunigung und Margenausweitung basiert habe — ein Bild, das sich inzwischen deutlich eingetrübt hat. Die vertraglich gesicherten Cloud-Erlöse könnten im laufenden Migrationsprozess zunächst weiter schrumpfen. Hinzu kommen mögliche Ergebnisschwankungen durch den laufenden Geschäftsmodellumbau sowie ein intensiverer Wettbewerb, der den Investitionsbedarf in die Höhe treibt.
Kurs unter Druck — und das schon länger
Die Abstufung trifft eine Aktie, die sich bereits seit Wochen im Rückwärtsgang befindet. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund ein Viertel seines Wertes eingebüßt und notiert auf einem Zwei-Jahres-Tief um die 150 Euro — weit unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts bei knapp 218 Euro. Auf Tradegate verliert die Aktie nach der Nachricht weitere rund 2,5 Prozent.
Technisch sieht das Bild angespannt aus. Der RSI ist auf rund 15 abgesackt, ein Niveau, das Marktbeobachter als extrem überverkauft einstufen. Im Bereich um 140 Euro wartet eine markante Unterstützungszone. Hält diese nicht, rückt die 120-Euro-Marke in den Blick.
Gegengewichte: Rückkäufe, KI und ein beigelger Streit
Auf der anderen Seite gibt es durchaus Faktoren, die das aktuelle Kursniveau in einem anderen Licht erscheinen lassen. Mitte Februar einigte sich SAP mit dem Datenbankspezialisten Teradata auf einen Vergleich in Höhe von 480 Millionen Dollar und beendete damit einen jahrelangen Rechtsstreit. Gleichzeitig läuft ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu zehn Milliarden Euro.
CEO Christian Klein treibt unterdessen den Umbau in Richtung KI voran. Ab Juli 2026 soll das klassische Abomodell durch verbrauchsbasierte Abrechnung für KI-Dienste ersetzt werden. Besonders auffällig: Die Rüstungssparte wächst derzeit am schnellsten im gesamten Konzern — ein Profiteur weltweit steigender Verteidigungsbudgets. Für 2026 rechnen Analysten mit einem Umsatz von rund 40,6 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von etwa zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche.
Die Bank of America und andere Häuser sehen den Titel auf dem aktuellen Niveau bereits als klar unterbewertet. Ob das reicht, um die Abwärtsdynamik zu stoppen, werden wohl erst die Quartalszahlen im April zeigen.
SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 24. März liefert die Antwort:
Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








