Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum schafft die Lufthansa klare Fakten bei der Standortfrage. Während in Bayern am heutigen Montag gefeiert wird, fließt eine geplante Milliardeninvestition in den Ausbau des süddeutschen Drehkreuzes. Für den Konkurrenten Frankfurt bedeutet diese strategische Weichenstellung einen deutlichen Rückschlag.

Kapazitätsausbau am Terminal 2

Im Zentrum der Expansionspläne steht der Münchner Flughafen. Durch den Bau des sogenannten „T-Stiels“ am Terminal 2 will der Konzern zusätzliche Kapazitäten für bis zu zehn Millionen Passagiere jährlich schaffen. Das bereits 2019 erdachte und durch die Pandemie gestoppte Großprojekt wird in einem Joint Venture realisiert, an dem die Lufthansa weiterhin 40 Prozent hält. Konzernchef Carsten Spohr macht damit deutlich, dass ein signifikantes Wachstum künftig nur noch an einem der beiden deutschen Hauptdrehkreuze wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar ist.

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Geopolitik bremst die Feierstimmung

An der Börse spiegelt sich die Feierstimmung derweil nicht wider. Mit einem Schlusskurs von 7,32 Euro am vergangenen Freitag verzeichnet das Papier auf Monatssicht ein Minus von über 19 Prozent. Verantwortlich für den Abgabedruck ist unter anderem eine frische Herabstufung durch Goldman Sachs. Die US-Investmentbank verweist auf unkalkulierbare Risiken im Luftfahrtsektor durch die Spannungen im Nahen Osten. Konkret hat die Lufthansa Group Flüge nach Dubai und Tel Aviv vorübergehend ausgesetzt. Diese Streichungen belasten die Auslastung der Langstreckenflotte und machen die Treibstoffkosten unberechenbar.

Licht und Schatten im Flugbetrieb

Auch im operativen Geschäft zeigt sich ein gemischtes Bild. Am gestrigen Sonntag musste ein Airbus A350-900 in Denver den Start wegen starker Rückenwinde bei hoher Geschwindigkeit abbrechen. Das Flugzeug bleibt für technische Prüfungen vorerst am Boden. Gleichzeitig baut der Konzern sein Netz ab München weiter aus: Ab dem 29. März geht es nach zehn Jahren Pause wieder täglich nonstop nach Istanbul, um das Drehkreuz für Verbindungen in die Türkei zu stärken.

Im Rahmen des heutigen Festakts erwarten Marktteilnehmer konkrete Details zum angekündigten Transformationsprogramm. Das Management steht vor der Aufgabe, den milliardenschweren Ausbau in München exakt zu bilanzieren, während geopolitische Flugausfälle und schwankende Kerosinpreise die laufende Flottenmodernisierung finanziell erschweren.

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