Lufthansa Aktie: Streikfront weitet sich aus
Der Konzern kämpft kurz vor den Osterferien an mehreren Fronten gleichzeitig. Kabinenpersonal, Piloten, Bodenpersonal — bei Lufthansa formiert sich ein breites Arbeitskampf-Bündnis, das den Betrieb im schlimmsten Fall erheblich treffen könnte.
Ufo, Ver.di, VC — alle in Bewegung
Die Kabinengewerkschaft Ufo hat ihre Mitglieder bis zum 27. März zur Urabstimmung aufgerufen. Auslöser sind festgefahrene Verhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa sowie die Weigerung des Unternehmens, bei der Regionaltochter Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln — deren Flugbetrieb soll 2027 eingestellt werden.
Ver.di hat das erste Tarifangebot der Lufthansa-Gruppe abgelehnt und ein verbindliches Streikvotum eingeleitet, das ausdrücklich auch Nicht-Mitglieder einschließt. Parallel laufen Tarifverhandlungen bei der Lufthansa City Airlines, und die Vereinigung Cockpit hat ein Streikvotum bei Eurowings eingeleitet.
Bei den Piloten gibt es immerhin ein kleines Zeichen der Entspannung. Die Vereinigung Cockpit, die zuletzt zwei Streikwellen organisiert hatte, hat einem Treffen in der letzten März-Woche zugestimmt, um ein neues Angebot zu prüfen. Erst vergangene Woche fielen wegen eines Ausstands Hunderte Flüge aus.
CEO kauft — Aktie bleibt unter Druck
Die operative Lage wird durch geopolitische Belastungen zusätzlich erschwert. Verbindungen nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Teheran und Riad sind eingestellt, Dubai bis zum 28. März ausgesetzt. Der Warnstreik am Berliner Flughafen BER am 18. März traf den Betrieb hart: Mehr als 57.000 Passagiere waren betroffen, nahezu der gesamte Tagesverkehr fiel aus.
Inmitten dieser Gemengelage kaufte Vorstandschef Carsten Spohr am 19. März Aktien zu je 7,52 Euro — Gesamtvolumen 75.200 Euro, gehandelt an der Xetra. Ein öffentliches Signal, das die Märkte bislang wenig beeindruckt hat. Die Aktie notiert rund 23 Prozent unter ihrem Februar-Hoch von 9,50 Euro und hat allein in den vergangenen 30 Tagen mehr als 20 Prozent verloren.
Die nächste Verhandlungsrunde mit Ver.di ist für den 25. März angesetzt. Bis dahin dürfte das Ergebnis der Ufo-Urabstimmung vorliegen — und damit klarer werden, ob Lufthansa über die Osterferien mit weiteren Streiks rechnen muss.
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