IBM Aktie: Vorsichtige Marktbeobachtungen
Ein neuer KI-Konkurrent sorgte zum Wochenstart für Panik bei IBM-Anlegern und löste den stärksten Tagesverlust seit über 25 Jahren aus. Die Sorge: Künstliche Intelligenz könnte das lukrative Mainframe-Geschäft obsolet machen. Doch bereits am Dienstag kehrte etwas Ruhe ein, als Marktbeobachter die düsteren Prognosen relativierten und die Aktie zur Erholung ansetzte.
Der Auslöser: Angst vor Anthropic
Verantwortlich für den massiven Abverkauf am Montag war ein Blogbeitrag des KI-Unternehmens Anthropic. Die Vorstellung des neuen Tools „Claude Code“ weckte an der Wall Street Befürchtungen, dass die Modernisierung der für IBM essenziellen Programmiersprache COBOL künftig deutlich einfacher und ohne den IT-Riesen möglich sei. Da Mainframe-Systeme oft noch auf diesem Code basieren, interpretierten Anleger die Nachricht als direkten Angriff auf einen der stabilsten Umsatzbringer des Konzerns.
Analysten geben Entwarnung
Diese Ängste wurden am Dienstag jedoch relativiert. Analysten stuften den Kursrutsch von über 13 Prozent als Überreaktion ein, woraufhin sich das Papier gestern wieder um rund 4 Prozent erholte. Das Hauptargument der Experten: Die Migration weg von Mainframes ist hochkomplex. Kunden bleiben der Plattform oft wegen ihrer Sicherheitsarchitektur und Zuverlässigkeit treu, nicht nur wegen des Codes. Eine bloße Übersetzung von COBOL durch KI-Tools löst die strukturellen Herausforderungen einer Systemumstellung nicht über Nacht.
Zudem integriert IBM selbst KI in seine Systeme. Mit Lösungen wie dem „watsonx Code Assistant for Z“ treibt das Unternehmen die Transformation von COBOL zu Java proaktiv voran. Marktbeobachter betonten zudem, dass IBMs Wachstumsstrategie mittlerweile stark auf Hybrid-Cloud-Lösungen und Datendienste diversifiziert ist und nicht mehr ausschließlich am klassischen Mainframe-Geschäft hängt.
Nach dem turbulenten Wochenauftakt schloss die Aktie gestern bei 194,82 Euro, notiert damit aber seit Jahresanfang immer noch über 21 Prozent im Minus. Die Volatilität verdeutlicht die aktuelle Nervosität des Marktes gegenüber potenziellen KI-Disruptoren, auch wenn die fundamentale Marktposition von IBM durch die schnelle Gegenbewegung bestätigt wurde.
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