Kraft Heinz Aktie: Großer Umbau
Kraft Heinz steckt mitten in einer kritischen Phase: Neuer Nordamerika-Chef, frische Analystenkritik und ein 600-Millionen-Dollar-Programm sollen den jahrelangen Marktverlust stoppen. Doch die Börse bleibt skeptisch – die Aktie notiert weiter nahe den Tiefstständen.
Führungswechsel in Nordamerika
Am 23. Februar 2026 übernahm Nicolas Amaya offiziell die Position des Nordamerika-Präsidenten bei Kraft Heinz. Der ehemalige Kellanova-Manager ersetzt Pedro Navio, der nach acht Jahren das Unternehmen verlässt. CEO Steve Cahillane beschreibt Amaya als die richtige Kombination aus kommerzieller Schärfe, operativer Exzellenz und Führungskompetenz.
Die Bedeutung dieser Personalie ist kaum zu überschätzen: Rund 67 Prozent des Gesamtgeschäfts von Kraft Heinz entfallen auf Nordamerika. Der neue Mann steht damit im Zentrum der Turnaround-Bemühungen.
Analysten drehen weiter am Kursziel-Rad
Mizuho senkte am 23. Februar das Kursziel von 27 auf 25 US-Dollar – bei unveränderter Neutral-Einschätzung. Grund war die Präsentation des Konzerns auf der CAGNY-Konferenz am 19. Februar. Damit reiht sich Mizuho in eine Serie von Herabstufungen ein:
JPMorgan stufte Mitte Februar von Neutral auf Underweight ab und kappte das Ziel auf 22 Dollar. Morgan Stanley reduzierte auf 23 Dollar (vorher 24), BNP Paribas Exane gar auf 20 Dollar. Der Analystenkonsens liegt mittlerweile bei "Reduce" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 24,89 Dollar.
600 Millionen Dollar für die Wende
Auf der CAGNY-Konferenz präsentierten CEO Cahillane und CFO Andre Maciel die Details des Investitionsprogramms für 2026. Die wichtigsten Eckpunkte:
- Marketing: Der Anteil am Umsatz steigt auf rund 5,5 Prozent, nach 4,9 Prozent 2025
- Forschung und Entwicklung: Plus 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr
- Preisarchitektur: Einstiegspreispunkte für etwa 40 Prozent des US-Portfolios
- Vertriebsteam: Personalaufbau nach Jahren, in denen die Organisation laut Cahillane "mehr als schlank" war
Die Finanzierung soll aus Effizienzgewinnen kommen. Kraft Heinz will sein Ziel von 2,5 Milliarden Dollar Brutto-Einsparungen bis Ende 2026 erreichen – ein Jahr früher als geplant.
Berkshire-Überhang und pausierte Aufspaltung
Kraft Heinz legte die angekündigte Aufspaltung in zwei börsennotierte Unternehmen auf Eis. Die Entscheidung spart 2026 rund 300 Millionen Dollar. Ein Enddatum für die Pause nannte CEO Cahillane nicht.
Im Hintergrund steht die Frage um Großaktionär Berkshire Hathaway. Warren Buffetts Investmentgesellschaft hatte im Januar bei der SEC die mögliche Veräußerung von bis zu 99,9 Prozent ihrer 325,6 Millionen Kraft-Heinz-Aktien angemeldet – ein Anteil von etwa 27,5 Prozent. Buffett selbst äußerte sich im September 2025 enttäuscht über die Aufspaltungspläne.
Berkshire-CEO Greg Abel begrüßte am 11. Februar zwar die Pause, vermied aber jedes Bekenntnis zum langfristigen Verbleib als Aktionär. Dieser Überhang belastet die Aktie spürbar.
Die Zahlen zeigen den Handlungsbedarf
Im vierten Quartal 2025 sank der Umsatz um 3,4 Prozent auf 6,35 Milliarden Dollar, organisch ging es um 4,2 Prozent nach unten. Für das Gesamtjahr 2025 stand ein Minus von 3,5 Prozent zu Buche. Die Prognose für 2026 sieht einen organischen Umsatzrückgang von 1,5 bis 3,5 Prozent vor.
Das Management bezeichnet 2026 als "Margin-Boden". Der Großteil der Investitionen soll in der zweiten Jahreshälfte fließen. Bis Ende 2026 erhofft sich Kraft Heinz erste Marktanteilsgewinne, um 2027 wieder auf Wachstumskurs einzuschwenken. Ob die neue Führung und das massive Investitionsprogramm ausreichen, um ein Jahrzehnt Marktverlust zu stoppen, wird sich zeigen müssen.
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