Alphabet Aktie: Positive Wendung!
Alphabet schärft gerade sein Profil: Mehr Tempo bei KI, mehr Rechenpower – und gleich mehrere Analysten, die ihre Erwartungen nach oben schrauben. Dahinter steckt nicht nur Euphorie für neue Produkte, sondern ein sehr konkreter Plan für die Infrastruktur der nächsten Jahre. Doch wie belastbar ist dieser Optimismus, wenn gleichzeitig Milliardeninvestitionen und neue Schulden ins Spiel kommen?
Analysten setzen auf Rechenpower
Am 23. und 24. Februar hoben mehrere Häuser ihre Einschätzungen an. Wells Fargo stufte von „Equal-Weight“ auf „Overweight“ hoch und erhöhte das Kursziel von 354 auf 387 US-Dollar. Als zentrale Stärken im KI-Wettlauf nannte die Bank eigene Datenbestände, weltweite Distribution und eine wachsende Computing-Kapazität. Loop Capital zog ebenfalls nach und hob das Kursziel von 320 auf 355 US-Dollar an.
Der Punkt dahinter ist klar: Vertrauen hängt bei Alphabet aktuell stark daran, ob der Konzern seine Infrastruktur schnell genug ausbaut. Geplant ist, die Rechenkapazität von 15 Gigawatt Ende 2025 auf 35 Gigawatt bis 2028 zu steigern. Gleichzeitig wird für die Gemini-Anwendungen erwartet, dass sich die durchschnittlichen wiederkehrenden Erlöse bis Ende 2027 auf 12 Mrd. US-Dollar verdreifachen könnten – nach 4 Mrd. US-Dollar Ende 2025.
Umbau im Management – alles auf KI getrimmt
Parallel dazu kündigte CEO Sundar Pichai gestern (24. Februar) eine Management-Reorganisation an. Zehn Management-Ebenen sollen gestrichen werden, um die Hierarchie zu flachen und Entscheidungen zu beschleunigen. Der Fokus der Maßnahme: KI-Innovation schneller vorantreiben, um im intensiven Wettbewerb mithalten zu können.
Auch operativ liefert das Ökosystem Argumente für diese Strategie. Gemini kommt laut Bericht bereits auf mehr als 750 Millionen monatlich aktive Nutzer. Waymo wurde im Februar 2026 mit 126 Mrd. US-Dollar bewertet und verarbeitet demnach wöchentlich 450.000 bezahlte Fahrten. Und YouTube überschritt die Marke von 60 Mrd. US-Dollar Jahresumsatz.
Milliardeninvestitionen – und frisches Fremdkapital
Finanziell meldete Alphabet für 2025 erstmals mehr als 400 Mrd. US-Dollar Jahresumsatz: 402,8 Mrd. US-Dollar. Im vierten Quartal 2025 steuerte das Cloud-Geschäft 17,7 Mrd. US-Dollar Umsatz bei, ein Plus von 48% gegenüber Vorjahr – bei einer operativen Marge von 30,1%.
Der Preis für den Vorsprung ist jedoch hoch: Für 2026 liegt die Investitionsplanung (Capex) bei 175 bis 185 Mrd. US-Dollar, vor allem für Rechenzentren und eigene Chips. Die hauseigene TPU-Infrastruktur soll bei komplexen Rechenlasten Kostenvorteile bringen. Um diese Größenordnung zu stemmen, nahm der Konzern im Februar 2026 umfangreich Fremdkapital auf – darunter eine Anleihe über 20 Mrd. US-Dollar sowie eine 100-jährige Anleihe über 5,23 Mrd. britische Pfund.
An der Börse zeigt sich zuletzt gemischte Dynamik: Der Schlusskurs gestern lag bei 264,05 Euro, im 30-Tage-Blick steht ein Minus von 5,81% zu Buche.
Unterm Strich setzt Alphabet gerade konsequent auf „mehr KI durch mehr Infrastruktur“ – und bekommt dafür Rückenwind von Analysten. Entscheidend bleibt, ob die geplanten Investitionen und der Ausbau der Rechenkapazität die erwarteten wiederkehrenden Erlöse rund um Gemini tatsächlich in der prognostizierten Größenordnung anschieben.
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