International Business Machines wird zum Spielball institutioneller Investoren. Während mehrere Vermögensverwalter ihre Positionen zuletzt deutlich aufstockten, trennen sich andere von Anteilen. Die jüngsten Pflichtmitteilungen zeigen ein gemischtes Bild – bei einem Titel, der aktuell bei 257,20 Dollar notiert und damit spürbar unter seinem 52-Wochen-Hoch liegt.

Wer kauft, wer verkauft

Die Liste der Käufer ist lang: Channing Capital Management erhöhte seinen Bestand um 21,1 Prozent auf 29.282 Aktien. Sigma Planning Corp baute die Position um 8,6 Prozent auf 39.386 Papiere aus. Payden & Rygel stockte sogar um 24,2 Prozent auf, hält nun 70.300 Anteile im Wert von knapp 20 Millionen Dollar.

Auf der anderen Seite reduzierte Legacy Financial Advisors seine Beteiligung um 34,3 Prozent und verkaufte fast 2.800 Aktien. Die Firma hält noch 5.333 Papiere. Insgesamt befinden sich 58,96 Prozent der ausstehenden Aktien in institutioneller Hand – eine hohe Quote, die das Interesse großer Adressen unterstreicht.

Bemerkenswert: Director David N. Farr kaufte Ende Januar 1.000 Aktien zu je 304 Dollar – deutlich über dem aktuellen Kurs. Ein Signal des Vertrauens.

Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch

Trotz der gemischten Signale aus den Portfolios empfehlen 20 Analysten die Aktie im Schnitt mit "Moderate Buy". Elf Experten raten zum Kauf, einer sogar zum starken Kauf, sieben bleiben neutral, nur einer empfiehlt den Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 330,07 Dollar – ein Aufwärtspotenzial von rund 28 Prozent.

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Erste Group allerdings stufte jüngst von "Buy" auf "Hold" herab. Die Begründung: schwächere Dynamik im Infrastruktur-Segment und enttäuschendes Wachstum im Consulting-Geschäft. Die Mehrheit der Analysten lässt sich davon nicht beirren.

Solide Zahlen, vorsichtiger Ausblick

Die Zurückhaltung einzelner Investoren verwundert angesichts der jüngsten Quartalszahlen. IBM übertraf im vierten Quartal die Gewinnerwartungen mit 4,52 Dollar je Aktie (erwartet: 4,33 Dollar) und erzielte Umsätze von 19,69 Milliarden Dollar – ein Plus von 12,2 Prozent im Jahresvergleich. Die Software-Sparte steuerte 9,03 Milliarden bei, ein Wachstum von elf Prozent in konstanter Währung.

Für 2026 stellt das Management ein Umsatzwachstum von über fünf Prozent in konstanter Währung in Aussicht. Der freie Cashflow soll auf rund 15,7 Milliarden Dollar steigen – eine Milliarde mehr als im Vorjahr. Die Quartalsdividende von 1,68 Dollar je Aktie wird am 10. März ausgezahlt.

Parallel treibt IBM seine KI-gestützte Infrastruktur voran. Die neue FlashSystem-Portfolio-Generation soll ab 6. März verfügbar sein und dank agentic AI den manuellen Speichermanagement-Aufwand um bis zu 90 Prozent reduzieren. Betriebskosten könnten um 57 Prozent sinken – zumindest verspricht das der Konzern.

Die unterschiedlichen Bewegungen der Institutionellen könnten schlicht verschiedene Strategien widerspiegeln. Wer auf Cloud- und KI-Transformation setzt, dürfte IBM weiter im Depot behalten. Wer kurzfristige Dynamik sucht, mag enttäuscht sein.

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