IBM Aktie: Veränderungen abwarten
IBM bekommt nach dem starken Lauf im vergangenen Jahr wieder Gegenwind. Nicht, weil die jüngsten Quartalszahlen enttäuscht hätten – sondern weil das Umfeld rauer wird. Steigende US-Anleiherenditen und eine neu aufflammende Bewertungsdebatte drücken auf die Stimmung.
Warum die Aktie zuletzt nachgab
In den vergangenen drei Wochen ging es für den Kurs spürbar abwärts. Auslöser ist laut Analysen vom Freitag vor allem ein Mix aus Makrofaktoren und Bewertung: Wenn die Renditen am US-Anleihemarkt steigen, werden zukünftige Unternehmensgewinne am Markt oft strenger abgezinst – das belastet besonders höher bewertete Titel.
Genau hier setzt die Skepsis an. Beobachter verweisen darauf, dass IBM aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 30 und einem Kurs-zu-EBIT-Multiple von etwa 21 gehandelt wird. Gleichzeitig mehren sich Hinweise, dass das Wachstum im Hybrid-Cloud-Softwaregeschäft an Tempo verliert – und damit ausgerechnet in einem Bereich, der die Investmentstory stützen soll.
Quartalszahlen: Operativ solide, an der Börse trotzdem kritisch
Ende Januar hatte IBM für das vierte Quartal 2025 berichtet und dabei unter anderem hervorgehoben, dass das „generative AI book of business“ inzwischen mehr als 12,5 Milliarden Dollar umfasst. Zudem meldete das Unternehmen zweistelliges Wachstum in den Segmenten Software und Infrastruktur sowie eine starke Entwicklung der Mainframe-Plattform.
Trotzdem blieb Verkaufsdruck nicht aus. Ein Grund: Der Markt scheint weniger auf die Schlagzeilen zu KI zu schauen, sondern stärker auf das Gesamtpaket aus Wachstum, Zinsen und Preis. Unterm Strich zeigt sich hier ein Klassiker: Gute operative Nachrichten reichen nicht immer, wenn sich der Bewertungsrahmen am Kapitalmarkt verschiebt.
Ausblick, Dividende und der Blick in die Historie
Für 2026 stellte das Management mehr als 5% Umsatzwachstum (zu konstanten Wechselkursen) sowie rund 1 Milliarde Dollar mehr freien Cashflow als im Vorjahr in Aussicht. Parallel hält IBM an seiner Dividendenpolitik fest: Das Board genehmigte eine reguläre Quartalsdividende von 1,68 Dollar je Aktie, zahlbar am 10. März 2026 (Stichtag: 10. Februar 2026).
Spannend ist auch der historische Kontext aus der Analyse: In früheren starken Rücksetzern – etwa während der Corona-Phase 2020 und beim Inflationsschock 2022 – konnte sich die Aktie später wieder erholen. Ob das diesmal ähnlich läuft, dürfte stark davon abhängen, ob sich Zinsdruck und Wachstumszweifel in den kommenden Quartalen abschwächen.
Aktuell notiert die Aktie bei 218,00 € und liegt damit klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 242,01 € – ein Signal, dass der Markt kurzfristig weiter vorsichtig bleibt.
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