Trotz starker Quartalszahlen wenden sich Anleger derzeit von dem Tech-Riesen ab. Der Grund für die schlechte Stimmung liegt in einer teuren Übernahme, die Sorgen um die Verschuldung schürt. Ist der strategische Schwenk das Risiko wert?

Deutlicher Rücksetzer

Die Aktie geriet am gestrigen Donnerstag massiv unter Druck und verzeichnete den stärksten Tagesverlust seit Monaten. Mit einem Minus zwischen 4,8 und 6,5 Prozent war der Titel das Schlusslicht im Dow Jones Industrial Average und markierte ein Tagestief bei 257,22 US-Dollar.

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Besonders auffällig war die hohe Handelsaktivität: Rund 12,5 Millionen Aktien wechselten den Besitzer – ein Anstieg von 133 Prozent gegenüber dem üblichen Tagesvolumen. Gleichzeitig zogen am Optionsmarkt die Wetten auf fallende Kurse deutlich an, was die kurzfristige Skepsis der Marktteilnehmer unterstreicht.

Milliarden-Deal drückt Stimmung

Hauptauslöser für den Ausverkauf ist die angekündigte Akquisition von Confluent, einem Spezialisten für Daten-Streaming. IBM legt dafür rund 11,9 Milliarden US-Dollar auf den Tisch und bietet 31 US-Dollar je Aktie – ein Aufschlag von 35 Prozent auf den Durchschnittskurs der letzten 30 Tage.

Obwohl der Zukauf die Hybrid-Cloud- und KI-Sparte stärken soll, fürchten Investoren die finanziellen Folgen. Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA könnte nach der Transaktion auf den Faktor 2,5 steigen. Dies ruft nicht nur kritische Aktionäre, sondern auch Ratingagenturen auf den Plan.

Zusätzlich droht Gegenwind von den Kartellbehörden. Angesichts der strengeren Aufsicht bei Technologie-Fusionen ist mit einer genauen Prüfung zu rechnen, was die Integration verzögern könnte.

Solide Zahlen als Basis

Fundamental steht der Konzern jedoch stabil da. Die Ende Januar veröffentlichten Zahlen für das vierte Quartal übertrafen die Erwartungen deutlich:
* Gewinn pro Aktie: 4,52 US-Dollar (Erwartung: 4,33 US-Dollar)
* Umsatz: 19,69 Milliarden US-Dollar (+12,2 Prozent zum Vorjahr)

Auch die Dividendenpolitik bleibt verlässlich: Am 10. März kommt eine Ausschüttung von 1,68 US-Dollar je Aktie zur Auszahlung.

Die Analystenmeinungen gehen weit auseinander, mit Kurszielen bis zu 370 US-Dollar, aber auch Verkaufsempfehlungen. Kurzfristig dürfte die Volatilität hoch bleiben, da Anleger gespannt auf neue Inflationsdaten und Signale der Wettbewerbshüter zur geplanten Übernahme warten.

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