Die Talfahrt beim Walldorfer Softwarekonzern scheint vorerst gestoppt. Nachdem massive Sorgen um die Auswirkungen künstlicher Intelligenz den Kurs fast halbiert hatten, nutzen Anleger zum Wochenausklang das gedrückte Niveau für erste Rückkäufe. Ist der drastische Kursverfall der letzten Monate gerechtfertigt oder bietet die aktuelle Bewertung eine Einstiegsgelegenheit?

Stabilisierung nach dem Absturz

Am heutigen Freitag zeigt sich die Aktie in einer freundlichen Verfassung. Im Mittagshandel notiert das Papier bei gut 172 Euro, was einem Plus von 1,4 Prozent entspricht. Damit kann sich der Kurs etwas von dem erst am 4. Februar markierten 52-Wochen-Tief bei 159,60 Euro lösen.

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Dennoch bleibt die charttechnische Lage angespannt. Vom Rekordhoch aus dem Februar 2025 bei 283,50 Euro ist der Titel noch immer rund 40 Prozent entfernt. Marktbeobachter führen diese Schwäche primär auf die Angst zurück, KI-Anwendungen könnten bestehende Software-Geschäftsmodelle obsolet machen – ein Szenario, das viele Experten jedoch für zu pessimistisch halten.

Analysten sehen "wahllosen Abverkauf"

Die Privatbank Berenberg stellt sich gegen den negativen Marktrend. Analyst Nay Soe Naing bestätigte in dieser Woche seine Kaufempfehlung ("Buy") und rief ein Kursziel von 250 Euro aus. Seiner Einschätzung nach behandelt der Markt das KI-Thema derzeit fälschlicherweise als existenzielles Risiko für SAP.

Diese Wahrnehmung habe zu einem pauschalen und überzogenen Abverkauf geführt. Tatsächlich dürften die Auswirkungen der Technologie deutlich differenzierter ausfallen, weshalb sich auf dem aktuellen Bewertungsniveau attraktive Chancen für antizyklische Investoren ergeben könnten.

Fundamentale Daten bleiben robust

Operativ liefert der Konzern Argumente gegen die Krisenstimmung. Die Ende Januar vorgelegten Zahlen für das vierte Quartal 2025 zeigten ein Umsatzwachstum auf 9,68 Milliarden Euro. Auch die Profitabilität stimmt: Der Gewinn je Aktie kletterte im Jahresvergleich von 1,37 auf 1,58 Euro. Diese soliden Kennzahlen stehen im Kontrast zur nervösen Marktpsychologie und deuten darauf hin, dass die operative Basis des Unternehmens intakt ist. Gelingt nun die Verteidigung der jüngsten Tiefststände, wäre der Weg für eine technische Gegenbewegung frei.

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