Der Kursrutsch kam nicht aus dem Nichts: IBM geriet gestern in den Sog der Probleme bei Kyndryl – jenem IT-Dienstleister, den IBM 2021 abgespalten hat. Obwohl IBM Kyndryl nicht mehr besitzt, reicht die historische Nähe offenbar, um Anleger nervös zu machen. Gleichzeitig ging eine frische Produktankündigung im Marktgetöse unter.

Wichtige Fakten auf einen Blick:
- Schlusskurs gestern: 272,81 US-Dollar (Vortag: 291,76 US-Dollar)
- Tagesminus: rund 6%, bei deutlich höherem Handelsvolumen (ca. 7,6 Mio. Aktien)
- Kyndryl-Aktie: mehr als 50% eingebrochen (nach internen/behördlichen Themen)
- Nächster Termin bei IBM: neues FlashSystem ab 6. März verfügbar

Kyndryl sorgt für Gegenwind

Auslöser der Unruhe war eine Mitteilung von Kyndryl zu einer Prüfung durch den Prüfungsausschuss. Hintergrund sind freiwillige Dokumentenanfragen der SEC-Division of Enforcement. Im Fokus stehen laut Bericht unter anderem:

  • Praktiken im Cash-Management
  • dazugehörige Offenlegungen, inklusive der Darstellung des bereinigten Free Cashflows
  • die Wirksamkeit der internen Kontrollen über die Finanzberichterstattung

Zusätzlich verließen CFO David Wyshner und General Counsel Edward Sebold ihre Posten mit sofortiger Wirkung. Kyndryls Kurssturz strahlte auf IBM aus – auch wenn IBM das Unternehmen nicht mehr kontrolliert. Die bestehenden Geschäftsbeziehungen und die gemeinsame Vergangenheit dürften die Nervosität verstärkt haben.

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Hohe Umsätze, schwacher Tag

IBM schloss gestern bei 272,81 US-Dollar, nach 291,76 US-Dollar am Vortag. Auffällig: Das Handelsvolumen sprang auf rund 7,6 Millionen Aktien und lag damit deutlich über dem üblichen Niveau. Damit wurden auch die Gewinne vom Wochenanfang abgeräumt, nachdem die Aktie zuvor noch nahe 296,34 US-Dollar gehandelt hatte.

Im Marktumfeld fiel IBM zudem unter den schwächeren Werten im Dow Jones Industrial Average. Bereits Anfang des Monats hatte der Titel eine kräftige Bewegung gezeigt, inklusive eines 9%-Rückgangs an einem Tag.

Produktneuheit und letzte Zahlen – diesmal Nebensache

Nur einen Tag vor dem Kursrutsch stellte IBM seine nächste FlashSystem-Generation vor. Die neuen Systeme sollen mit „agentic AI“-Funktionen den Aufwand im Storage-Management laut IBM um bis zu 90% reduzieren. Vorgestellt wurden die Modelle FlashSystem 5600, 7600 und 9600. Zudem nennt IBM Ransomware-Erkennung über FlashCore Modules der fünften Generation. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für 6. März geplant.

Fundamental kommt IBM aus einem soliden Quartal: Für das vierte Quartal 2025 meldete der Konzern 19,7 Mrd. US-Dollar Umsatz (plus 12% gegenüber Vorjahr; 9% währungsbereinigt). Im Gesamtjahr 2025 lagen die Erlöse bei 67,5 Mrd. US-Dollar (plus 8%). Außerdem wurde eine Quartalsdividende von 1,68 US-Dollar je Aktie angekündigt; Auszahlung ist am 10. März vorgesehen.

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