IBM steht nach der Übernahme-Freigabe für Confluent und den Problemen der ehemaligen Tochter Kyndryl unter Verkaufsdruck. Am 12. Februar 2026 stimmten die Confluent-Aktionäre der 11-Milliarden-Dollar-Übernahme mit überwältigender Mehrheit zu. Gleichzeitig belastet die Bilanzprüfung bei Kyndryl das Sentiment.

Die IBM-Aktie verlor innerhalb eines Tages rund 6,5 Prozent und schloss am 11. Februar bei 272,81 Dollar. Das Handelsvolumen verdoppelte sich nahezu auf 7,6 Millionen Aktien.

Confluent-Aktionäre stimmen zu

Die Confluent-Aktionäre gaben bei einer Sonderversammlung am 12. Februar grünes Licht für die Übernahme. Laut SEC-Dokumenten stimmten 687,9 Millionen Aktien dafür, nur 340.000 dagegen. Der Deal gilt damit als gesichert.

IBM zahlt 31 Dollar je Aktie in bar – ein Aufschlag von 34 Prozent auf den Kurs vor Ankündigung im Dezember 2025. Die Finanzierung erfolgt aus vorhandenen Mitteln. Nach ausstehenden Genehmigungen soll der Abschluss Mitte 2026 erfolgen.

Kernfakten zur Übernahme:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei IBM?

  • Unternehmenswert: 11 Milliarden Dollar
  • Preis je Aktie: 31 Dollar (bar)
  • Abstimmungsergebnis: 687,9 Mio. Ja-Stimmen
  • Geplanter Abschluss: Mitte 2026
  • Finanzierung: Vorhandene Liquidität

Warum Confluent wichtig ist

IBM will sich mit der Übernahme im Markt für Echtzeit-Datenströme positionieren. Confluent betreibt eine Streaming-Plattform auf Basis von Apache Kafka, die IBM als Grundlage für KI-Anwendungen im Unternehmensbereich sieht. Confluent schätzt den Gesamtmarkt auf 100 Milliarden Dollar.

Die Transaktion soll bereits im ersten Jahr nach Abschluss das bereinigte EBITDA steigern, im zweiten Jahr den freien Cashflow. Confluent-CEO Jay Kreps wird nach dem Deal zu IBM wechseln.

Kyndryl belastet zusätzlich

Parallel sorgt Kyndryl für negative Schlagzeilen. Die 2021 von IBM abgespaltene IT-Dienstleistungsfirma gab am 9. Februar eine Bilanzprüfung bekannt. CFO David Wyshner und General Counsel Edward Sebold verließen das Unternehmen mit sofortiger Wirkung. Die Überprüfung betrifft laut Bloomberg Cash-Management-Praktiken, die SEC wurde freiwillig informiert.

Die Kyndryl-Aktie stürzte daraufhin um 55 Prozent ab – der niedrigste Stand seit Dezember 2022. JPMorgan stufte die Aktie von "Übergewichten" auf "Untergewichten" herab und kürzte das Kursziel drastisch.

Obwohl IBM keine Anteile mehr an Kyndryl hält, rückt die frühere Mutter-Tochter-Beziehung ins Licht. Die Probleme bei Kyndryl werfen Fragen nach der historischen Governance auf.

Ausblick auf den Deal-Abschluss

Mit der Aktionärsfreigabe ist die größte Hürde genommen. Die kartellrechtliche Wartefrist nach Hart-Scott-Rodino lief bereits im Januar 2026 ab. IBM rechnet mit dem finalen Abschluss bis Jahresmitte, sobald die verbleibenden Genehmigungen vorliegen.

IBM-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IBM-Analyse vom 13. Februar liefert die Antwort:

Die neusten IBM-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IBM-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

IBM: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...