Für Eutelsat läuft es gerade nicht nach Plan. Der französische Satellitenbetreiber musste den geplanten Verkauf seiner Bodeninfrastruktur an den Investor EQT absagen – ein Deal, der 550 Millionen Euro in die Kasse spülen sollte. Grund: ein Veto des französischen Staates. Gleichzeitig verstärkt das Unternehmen seine Führungsriege in den USA, um im lukrativen Regierungsgeschäft gegen Konkurrenten wie Starlink Boden gutzumachen.

Frankreich stoppt Infrastruktur-Deal

Die Transaktion mit EQT sollte Eutelsat dringend benötigte Liquidität verschaffen. Doch Paris machte einen Strich durch die Rechnung und legte sein Veto gegen den Verkauf der Bodenantennen ein. Die Begründung liegt auf der Hand: Die Infrastruktur gilt als strategisch bedeutsam.

Für das Unternehmen bedeutet das: Die Vermögenswerte bleiben in der Bilanz, der Cashflow-Zufluss fällt aus. Investoren müssen sich nun wieder stärker auf die operative Entwicklung und die Ertragskraft des Kerngeschäfts konzentrieren.

US-Offensive mit prominenter Verstärkung

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Während in Europa eine Tür zuschlägt, öffnet Eutelsat eine andere. Die US-Tochter Eutelsat Network Solutions verkündete gestern bedeutende Personalentscheidungen: Jill Singer, eine Veteranin mit 30 Jahren Erfahrung im Bereich nationale Sicherheit und Regierungstechnologie, übernimmt den Vorsitz des Boards. Die frühere AT&T-Vizepräsidentin wird dabei vom pensionierten Air Force-General Jim Slife unterstützt, der ebenfalls ins Gremium einzieht.

Die Botschaft ist unmissverständlich: Eutelsat will sein Geschäft mit sicheren Konnektivitätslösungen für US-Behörden ausbauen – ein Segment, in dem der Wettbewerb mit etablierten Playern wie Starlink intensiv ist.

Anleger unbeeindruckt

Die Aktie reagierte auf die Nachrichtenlage kaum. Am Donnerstagnachmittag notierte das Papier auf Tradegate bei 2,19 Euro, ein Minus von 0,90 Prozent. Auch der französische Leitindex CAC 40 zeigte sich mit einem Rückgang um 0,29 Prozent auf 8.238 Punkte schwächer. Analysten von Kepler Cheuvreux hatten ihre Bewertung Ende Januar bereits mit "Hold" wieder aufgenommen – ein Signal, dass die Experten vorerst keine größeren Kurssprünge erwarten.

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