Eutelsat drückt beim Ausbau der OneWeb-Konstellation aufs Tempo, muss jedoch einen finanziellen Dämpfer hinnehmen. Während Airbus einen Milliardenauftrag für neue Satelliten erhält, scheiterte vergangene Woche überraschend der Verkauf der Bodeninfrastruktur. Wie stabil steht die Finanzierung der ehrgeizigen Wachstumspläne jetzt noch?

550 Millionen Euro fehlen

Der geplante Verkauf der passiven Bodeninfrastruktur an den Investor EQT ist vom Tisch. Wie Eutelsat Ende Januar mitteilte, wurden die erforderlichen Bedingungen für den Abschluss nicht erfüllt. Damit entgehen dem Konzern Nettoerlöse von rund 550 Millionen Euro, die fest eingeplant waren.

Die Folgen zeigen sich direkt in der Bilanzprognose: Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA wird zum Ende des Geschäftsjahres 2025-26 voraussichtlich bei 2,7x liegen. Ursprünglich hatte das Management einen Wert von 2,5x in Aussicht gestellt. Marktbeobachter werten dies als Rückschlag beim Schuldenabbau, auch wenn die operative Marge langfristig auf 65 Prozent steigen soll.

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Offensive im All läuft weiter

Ungeachtet der finanziellen Lücke treibt Eutelsat die technische Erneuerung voran. Airbus Defence and Space erhielt im Januar den Zuschlag für den Bau von 340 neuen Satelliten der OneWeb-Flotte. Zusammen mit einer Bestellung aus dem Dezember summiert sich das Volumen auf 440 Einheiten.

Das Investitionsprogramm umfasst rund 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro bis 2029. Ziel ist es, die erste Generation der LEO-Satelliten abzulösen, deren Lebensdauer ab 2027 endet. Die neuen Modelle sollen dank fortschrittlicher digitaler Kanalisierer leistungsfähiger sein – ein notwendiger Schritt, um im Wettbewerb mit Starlink bestehen zu können.

Kapitalpolster federt Risiko ab

Dass der geplatzte Infrastruktur-Deal keine existenzielle Krise auslöst, liegt an der Finanzierungssituation aus dem Vorjahr. Eutelsat schloss 2025 eine Kapitalerhöhung über 1,5 Milliarden Euro ab, an der sich unter anderem der französische Staat und die britische Regierung beteiligten. Das Management betonte daher, dass die strategischen Wachstumsinvestitionen trotz der fehlenden Einnahmen aus dem Infrastrukturverkauf gesichert seien.

Der nächste Realitätscheck für Anleger folgt am 13. Februar 2026 mit den Halbjahreszahlen. Nach einem Umsatzsprung von über 70 Prozent im LEO-Segment im ersten Quartal liegt der Fokus nun darauf, ob die angepassten Verschuldungsziele und das operative Wachstum im Einklang bleiben.

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