Zwei aufeinanderfolgende Verlusttage veränderten das Bild bei Rheinmetall spürbar. Am Mittwoch fiel die Aktie um 4,6 %, einen Tag später folgte ein weiterer Rückgang von 5,1 %. Der Kurs rutschte damit auf 1.591,00 Euro. Diese Abfolge führte dazu, dass zentrale technische Marken unterschritten wurden. Die Rheinmetall steht vor einer noch einmal schwierigen Zeit. Im laufenden Jahr hat die Aktie damit ausgehend von einem zuvor schönen Gewinn bis dato nur einen kleinen Aufschlag geschafft. Damit sind nicht alle Beobachter einverstanden. Man hatte durchaus größere Hoffnungen. Analysten allerdings sind mit nur leicht veränderten Kurszielen noch immer der Meinung, dass die Aktie herausragende Chancen hat.

Rheinmetall: Die negativen Vorzeichen!

Besonders relevant ist der Bruch des GD200. Mit dem Unterschreiten dieser Linie gilt der Trend nun formal als negativ. Solche Signale finden häufig Eingang in algorithmische Handelsmodelle und verstärken Abwärtsbewegungen unabhängig von operativen Entwicklungen. Der Kurs reagierte entsprechend empfindlich, obwohl keine neuen unternehmensinternen Probleme bekannt wurden.

Der Auslöser liegt vielmehr in der Anpassung der Erwartungen. Nach Analystengesprächen rückten die Umsatzschätzungen der Rheinmetall selbst für das laufende Jahr in den Fokus. Mit rund 13,6 Mrd. Euro liegen diese Annahmen unter den Erwartungen der Analysten. Von 10 % und mehr ist die Rede. Der Markt reagierte darauf mit Zurückhaltung, da er eine geringere Planungssicherheit unterstellte.

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Demgegenüber steht der fortgesetzte Auftragseingang. Rheinmetall konnte zuletzt mehrere Vereinbarungen vorweisen. Ein Rahmenvertrag mit Dänemark zur Lieferung von Munition unterstreicht die anhaltende Nachfrage. Ähnliche Aufträge kamen zuvor aus den Niederlanden. Auch aus Deutschland bestehen laufende Bestellungen, die sich auf Munition beziehen.

Diese Fakten verlieren im aktuellen Handel an Gewicht, da der Markt die Umsetzung künftiger Programme hinterfragt. Es besteht die Sorge, dass angekündigte Ausgaben bzw. erwartete Ausgaben in diesem Volumen am Ende nicht zu erzielen seien. Das ist falsch. Denn die Rheinmetall wird über Jahre an einer wachsenden europäischen und Nato-bedingten Aufrüstung teilhaben.

Analysten teilen diese Zurückhaltung gleichfalls nicht in gleichem Maße. Trotz einzelner Anpassungen halten sie an hohen Zielmarken fest. Mehrere Einschätzungen sehen den fairen Wert der Aktie weiterhin jenseits von 2.150 Euro. Der Abstand zwischen Marktpreis und Bewertung bleibt damit groß. Es wird sehr spannend!

Der Handel zeigt aktuell eine klare Trennung zwischen kurzfristiger Reaktion und langfristiger Einordnung. Während der Kurs auf revidierte Annahmen und technische Signale reagiert, bleiben Auftragseingänge und externe Bewertungen bestehen und bilden einen deutlichen Gegenpol zur aktuellen Kursentwicklung.

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