Die Eutelsat-Aktie steht unter Druck. Der französische Satellitenbetreiber muss einen herben Rückschlag bei seiner Entschuldungsstrategie verkraften: Die französische Regierung hat den geplanten Verkauf von Bodeninfrastruktur an den Investor EQT blockiert. Gleichzeitig verschärft sich der Wettbewerb im LEO-Geschäft durch eine neue Allianz von Amazon und AT&T.

Die wichtigsten Fakten:
- Verkauf der Bodeninfrastruktur an EQT gescheitert – 550 Millionen Euro Einnahmen fallen weg
- Verschuldungsquote (Net Debt/EBITDA) steigt voraussichtlich auf 2,7x
- Amazon und AT&T bündeln Kräfte im LEO-Segment
- Russische Inspektionssatelliten nähern sich europäischen Satelliten

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Regierung verhindert Schuldenabbau

Das zentrale Problem liegt im blockierten Asset-Verkauf. Die französische Regierung legte ihr Veto gegen die Transaktion ein und verwies auf Souveränitätsgründe. Für Eutelsat bedeutet das: Die geplanten Nettoerlöse von bis zu 550 Millionen Euro stehen nicht zur Verfügung. Diese Summe war ein Kernbaustein der Strategie zum Schuldenabbau.

Marktbeobachter rechnen nun damit, dass die Verschuldungskennzahl für das Fiskaljahr 2025-26 bei etwa 2,7x liegen wird – deutlich höher als ursprünglich angestrebt. Das Management muss nun alternative Wege finden, um die Bilanz zu entlasten.

Amazon und AT&T greifen an

Zusätzlichen Druck erzeugt die neue Konkurrenz im LEO-Bereich. AT&T und Amazon gaben am 4. Februar eine strategische Partnerschaft bekannt. Amazons "Project Kuiper" wird dabei als primäre Satellitenschicht in das AT&T-Netzwerk integriert.

Diese Allianz zielt direkt auf den Markt ab, in dem auch Eutelsats OneWeb-Sparte aktiv ist: B2B-Konnektivität und die Schließung von Funklöchern. Der Einstieg zweier Schwergewichte verschärft den Kampf um Marktanteile erheblich.

Geopolitische Risiken im Orbit

Hinzu kommen Sicherheitsbedenken. Laut aktuellen Analysen haben russische "Inspektor"-Satelliten vom Typ Luch-2 Manöver in der Nähe westlicher geostationärer Satelliten durchgeführt. Eutelsat wird neben Intelsat und SES als potenzielles Ziel solcher Annäherungsoperationen genannt. Experten warnen vor Schwachstellen durch teilweise unverschlüsselte Kommandolinks bei europäischen Satelliten.

Partnerschaftsupdate mit Fragezeichen

Im Aviation-Bereich gibt es dagegen ein moderates Positivsignal: Panasonic Avionics unterzeichnete am 4. Februar eine Absichtserklärung mit Shanghai Spacesail Technologies zum Aufbau eines Multi-Orbit-Netzwerks. Allerdings betonte Panasonic, dass diese neue Kooperation die bestehende Partnerschaft mit Eutelsat OneWeb lediglich ergänzt – ein Hinweis darauf, dass Großkunden ihre Abhängigkeiten diversifizieren.

Das Papier schloss am Mittwoch bei 2,13 Euro. Die 3-Monats-Performance liegt bei minus 29,20 Prozent. Anleger warten nun auf konkrete Aussagen des Managements, wie der Wegfall der 550 Millionen Euro kompensiert werden soll.

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