Eutelsat Aktie: Erschwerter Weg
Die Pläne waren fixiert, doch der französische Staat legt sein Veto ein. Eutelsat muss auf geplante Einnahmen von 550 Millionen Euro verzichten, nachdem Paris die Veräußerung von Teilen der Bodeninfrastruktur an EQT untersagt hat. Die Entscheidung aus Gründen der nationalen Sicherheit zwingt den Satellitenbetreiber nun zur sofortigen Anpassung seiner Verschuldungsprognose.
Nationale Sicherheit geht vor
Die französische Regierung blockierte die Transaktion mit dem Finanzinvestor EQT Infrastructure VI unter Berufung auf die strategische Bedeutung der Bodenstationen. Das Finanzministerium betonte die Notwendigkeit, die volle Kontrolle über die Infrastruktur für zivile und militärische Kommunikation zu behalten.
Dieser Eingriff soll die europäische Wettbewerbsfähigkeit und Autonomie gegenüber außereuropäischen Konkurrenten wie Starlink sichern. Da die aufschiebenden Bedingungen durch die staatliche Intervention nicht erfüllt werden konnten, ist der Deal endgültig vom Tisch.
Die finanziellen Folgen
Das Veto reißt eine spürbare Lücke in die Planung: Nettoerlöse von rund 550 Millionen Euro bleiben aus. Eutelsat betonte zwar, dass die Finanzierung der strategischen Wachstumspläne – inklusive des massiven Ausbaus der OneWeb-Konstellation – nicht gefährdet sei, musste aber die Bilanzziele korrigieren.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eutelsat?
Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA wird zum Ende des Geschäftsjahres nun bei etwa 2,7 erwartet. Zuvor war das Management von einem Wert von 2,5 ausgegangen. Die fehlenden Einnahmen führen also direkt zu einer höheren relativen Schuldenlast.
Lichtblick bei der Marge
Trotz des Rückschlags beim Schuldenabbau sendet das Unternehmen positive Signale für die langfristige Profitabilität. Eutelsat hob die Prognose für die EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2028-29 deutlich an. Statt der bisherigen rund 60 % rechnet der Konzern nun mit einem Wert in der Region von 65 %. Dies deutet darauf hin, dass das behaltene Infrastruktur-Portfolio langfristig profitabler bewirtschaftet werden soll als bisher angenommen.
Die gestiegene Verschuldungsquote belastet kurzfristig die Bilanzstruktur, während die angehobenen Margenziele den langfristigen Optimismus des Managements unterstreichen. Anleger müssen nun bewerten, ob die strategische Bedeutung als "systemrelevante Infrastruktur" das Risiko der höheren Schuldenlast im kapitalintensiven Wettbewerb um die Vorherrschaft im All aufwiegt.
Eutelsat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat-Analyse vom 4. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Eutelsat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Eutelsat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








