Eutelsat wollte seine Bodeninfrastruktur für rund 550 Millionen Euro an den Private-Equity-Investor EQT Partners verkaufen – doch Frankreichs Finanzminister legte sein Veto ein. Die Begründung: Die Bodenstationen sind strategische Infrastruktur für Regierung und Militär. Das Scheitern der Ende Januar 2026 geplatzten Transaktion zwingt den Satellitenkonzern nun zur Anpassung seiner Finanzplanung.

Verschuldungsprognose steigt

Ohne die erhofften 550 Millionen Euro aus dem Infrastrukturverkauf erhöht sich die Verschuldung. Eutelsat korrigierte das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA für Ende des Geschäftsjahres Juni 2026 von zuvor 2,5x auf etwa 2,7x. Der negative Effekt auf das bereinigte EBITDA beläuft sich auf 75 bis 80 Millionen Euro jährlich.

Der geplante Deal hätte Land, Gebäude, Antennen und weitere passive Infrastruktur-Assets an die neu gegründete Gesellschaft SatPort Infrastructure übertragen. Eutelsat wollte 20 Prozent der Anteile behalten, während EQT Infrastructure VI die Mehrheit übernommen hätte.

OneWeb-Flotte wächst massiv

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Eutelsat?

Parallel zum geplatzten Verkauf treibt Eutelsat die Expansion seiner Satellitenkonstellation voran. Mitte Januar bestellte das Unternehmen bei Airbus 340 zusätzliche OneWeb-Satelliten – zusammen mit den im Dezember 2024 bestellten 100 Einheiten umfasst das Programm nun 440 neue Raumfahrzeuge. Die Auslieferungen sollen Ende 2026 beginnen. Gesamtkosten bis 2029: 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro.

Die LEO-Strategie zeigt erste Erfolge: Im ersten Quartal (bis September 2025) stiegen die LEO-Erlöse um 70,7 Prozent, während das Video-Segment mit einem Minus von 10,5 Prozent belastet blieb. Der Gesamtumsatz sank um 2,2 Prozent auf 293 Millionen Euro.

Halbjahreszahlen rücken in den Fokus

Am 13. Februar legt Eutelsat die Halbjahreszahlen vor. Anleger werden genau prüfen, ob das LEO-Wachstum die Schwäche im traditionellen Geschäft kompensieren kann – und wie das Unternehmen die höhere Verschuldung trotz des geplatzten Infrastrukturverkaufs stemmen will.

Anzeige

Eutelsat-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Eutelsat-Analyse vom 5. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Eutelsat-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Eutelsat-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Eutelsat: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...