Anleger im Rüstungssektor brauchen heute starke Nerven. Während die Branche ohnehin unter der Nervosität des Marktes leidet, hat es den DAX-Riesen Rheinmetall besonders hart getroffen: Die Aktie rauschte zeitweise um rund acht Prozent in die Tiefe. Doch wer glaubt, dass nur die allgemeine Marktlage schuld ist, irrt. Hinter dem massiven Minus steckt eine Mischung aus hausgemachten Warnsignalen und einer veränderten geopolitischen Wetterlage, die den gesamten Sektor durchschüttelt.

Der Dämpfer im Pre-Close-Call

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Der Hauptauslöser für den Kursrutsch war ein sogenannter Pre-Close-Call, bei dem Rheinmetall vor Analysten überraschend skeptische Töne anschlug. Offenbar wird der für die kommenden Jahre geplante Produktionshochlauf deutlich steiniger als bisher angenommen. Die Reaktion der großen Investmenthäuser ließ nicht lange auf sich warten: JPMorgan und Jefferies korrigierten ihre Schätzungen und Kursziele umgehend nach unten. Analysten wie David Perry von JPMorgan betonen zwar das langfristige Wachstumspotenzial, warnen aber davor, dass die Kapazitäten nicht so schnell ausgeweitet werden können wie erhofft.

Friedenshoffnung drückt auf die Kurse

Parallel dazu lastet die Hoffnung auf Diplomatie auf den Papieren der Rüstungsschmieden. In den Vereinigten Arabischen Emiraten läuft derzeit der zweite Tag der von den USA vermittelten Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine. Dass Kreml-Gesandter Kirill Dmitrijew im Staatsfernsehen von „Fortschritten“ sprach, sorgt an der Börse für Gewinnmitnahmen. Für die Kurse bedeutet ein potenzielles Ende der Kampfhandlungen kurzfristig Gegenwind, da die „Kriegsprämie“ aus den Bewertungen entweicht.

Warten auf den 11. März

Für Klarheit wird erst der offizielle Geschäftsbericht sorgen, den Rheinmetall am 11. März vorlegen will. Erst dann wird das Management die Karten auf den Tisch legen und einen konkreten Ausblick für das laufende Jahr 2026 geben. Bis dahin dürfte die Aktie ein Spielball der Nachrichtenlage bleiben – zwischen den schwierigen Realitäten in den Fabrikhallen und der Hoffnung auf einen diplomatischen Durchbruch im Osten.

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