Eigentlich ist Hensoldt darauf spezialisiert, Gefahren frühzeitig zu erkennen, doch den heutigen Kurssturz am Aktienmarkt konnte selbst die beste Radartechnik nicht verhindern. Mit einem Minus von zeitweise über 4 % wird das Münchener Unternehmen am heutigen Donnerstag kräftig durchgeschüttelt. Dabei gibt es keine Hiobsbotschaften aus der eigenen Konzernzentrale. Stattdessen erlebt Hensoldt das, was man an der Börse „Sippenhaft“ nennt: Wenn die Branchenriesen wackeln, reißt der Sog auch die hochspezialisierten Zulieferer mit in die Tiefe.

Die Rheinmetall-Kettenreaktion

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Hensoldt?

Der Hauptübeltäter für die schlechte Stimmung sitzt in Düsseldorf. Rheinmetall hat in seinem gestrigen Pre-Close-Call die Euphorie gebremst und vor Hürden beim Produktionshochlauf gewarnt. Für Hensoldt ist das ein direktes Warnsignal. Als führender Anbieter von Verteidigungselektronik liefert Hensoldt quasi die „Augen und Ohren“ für die Panzer und Fahrzeuge, die Rheinmetall baut. Wenn dort die Bänder langsamer laufen als erhofft, bleiben auch die Auftragsbücher bei Hensoldt hinter den extrem hohen Erwartungen zurück. Die Logik der Anleger ist simpel: Ohne Stahlhülle kein Radarsystem.

Analysten-Dämpfer und Margendruck

Schon vor dem heutigen Beben war die Stimmung unter den Experten leicht angekratzt. Analystenhäuser wie Jefferies hatten bereits gewarnt, dass die Gewinnziele für 2026 und 2027 deutlich unter dem Marktkonsens liegen könnten – die Rede ist von einer Lücke von etwa 7 %. Hensoldt wird derzeit mit einem deutlichen Aufschlag bewertet, was bedeutet, dass das Unternehmen eigentlich „perfekt“ liefern müsste. Jede kleine Unsicherheit im Sektor führt daher sofort zu einer schmerzhaften Korrektur.

Diplomatie als Belastungsfaktor

Zusätzlich lastet die Weltpolitik auf dem Kurs. Die Friedensverhandlungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten zwischen Russland und der Ukraine zeigen laut Berichten erste Fortschritte. Für die Menschheit eine Hoffnung, für Rüstungsaktien jedoch ein „Kursgift“. Die sogenannte Kriegsprämie – der Preisaufschlag für die massive und schnelle Wiederbewaffnung Europas – beginnt aus den Kursen zu entweichen.

Hensoldt-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hensoldt-Analyse vom 05. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Hensoldt-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hensoldt-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 05. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Hensoldt: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...